ERSC Amberg verliert in Bad Kissingen - Viermal Andrusovich
Wölfe erledigen die Löwen

Nicht in Bestbesetzung und auch nicht in Bestform - so war für den ERSC Amberg in Bad Kissingen nichts zu gewinnen. Die Löwen verloren das Spitzenspiel der Eishockey-Landesliga am Freitagabend aber vor allem, weil sie Alexander Andrusovich nicht in den Griff bekamen. Der Wölfe-Stürmer traf beim 6:2-Sieg viermal und erledigte die Amberger fast im Alleingang.

Das Gastspiel des ERSC stand unter keinem guten Stern. Aukofer und Pruett führten eine Liste mit einem halben Dutzend Ausfällen an diesem Abend an und während der Partie gesellten sich verletzungsbedingt auch Krieger und Behmer hinzu. Dazu fehlte Kress nach dreiwöchiger Verletzungspause die nötige Bindung.

14-Sekunden-Doppelpack

Auf dem Eis waren beide Mannschaften schnell auf Betriebstemperatur, dementsprechend sahen die Zuschauer eine durchaus temporeiche Begegnung, meist aber in der neutralen Zone, weshalb sich die Höhepunkte zunächst aber in Grenzen hielten. Auch der ERSC hatte seine Möglichkeiten, aber vor dem Tor waren schließlich die Gastgeber cleverer. Dies zeigte sich auch beim Doppelpack der Ex-Weidener Andreas Hampel und Andrusovich, der den Wölfen binnen 14 Sekunden eine 2:0-Führung bescherte.

Boris Flamik verkürzte in der Schlussminute des Drittels auf 2:1 und nährte die Hoffnungen im Amberger Lager auf einen Umschwung im Mittelabschnitt. Hier waren trotz spielerischer Vorteile der Gastgeber die Anteile gleich verteilt, allerdings ging von den Löwen zu wenig Torgefahr aus, fehlte manchmal der letzte Druck. Den Unterschied machte dann wieder Andrusovich, der zweimal der Amberger Defensive entwischte und Lukas Stolz im ERSC-Tor keine Chance ließ.

Mit dem 4:1 war von den Kissinger Wölfen schon mehr als ein Ausrufezeichen gesetzt, aber Amberg versuchte im letzten Drittel einen Umschwung zu erreichen. Der lag dann auch tatsächlich noch in der Luft, als erneut Flamik in doppelter Überzahl das Resultat auf 2:4 aus Amberger Sicht stellte. Der gleiche Spieler leistete mit einem Scheibenverlust aber auch ungewollte Unterstützung bei Andrusovichs viertem Tor zum 5:2. Das ließen sich die erfahrenen Wölfe um Nikitin, Nemirovski und Engel nicht mehr nehmen.

Ins leere Gehäuse

Ambergs Trainer Stefan Ponitz griff in den Schlussminuten zum letzten Strohhalm und nahm Lukas Stolz für einen sechsten Feldspieler vom Eis - ohne Erfolg. Stattdessen besorgte Wölfe-Verteidiger Jan Pantowski mit einem Empty-Net-Goal das Endergebnis.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.