Erschreckende Dimension
Angemerkt

Siemens streicht 450 Stellen in Amberg. Man stelle sich diese Schlagzeile vor. Oder lieber nicht. Man soll den Teufel ja bekanntlich nicht an die Wand malen. Wobei man bei Siemens den Pinsel nicht auspacken muss. Schließlich ist die Amberger Niederlassung des deutschen Weltkonzerns womöglich "das Vorzeigewerk weltweit für Industrie 4.0", wie es Oberbürgermeister Michael Cerny gerade erst beim Neujahrsempfang formuliert hat.

Aber die fiktive Schlagzeile macht deutlich, worum es wirklich geht, wenn die Bundeswehr Amberg verlässt. Wäre sie eine Firma, der Aufschrei wäre gewaltig, merkt OB Cerny zu Recht an. Nicht wegen eines ab 2017 leerstehenden Gebäudekomplexes. Sondern wegen des Verlustes von Hunderten von Arbeitsplätzen. Auch wenn manche der Soldaten und Angestellten künftig nach Cham pendeln, verliert Amberg damit sicher auch Menschen, die momentan noch hier wohnen, einkaufen, Steuern zahlen - von Partnern und Kindern ganz zu schweigen.

Davon war bislang in Zusammenhang mit dem geplanten Abzug der Bundeswehr kaum die Rede. Dabei ist dies die eigentliche, schwere Bürde, die die Bundeswehr-Reform beschert. Und selbst wenn die Stadt denn zum Ausgleich tatsächlich noch in den Genuss einer Behördenverlagerung kommen würde: Der letzte, groß beworbene Zuzug dieser Art, das Breitbandzentrum, brachte gerade mal neun Arbeitsplätze.



Leute In Sachen Kinofilm eine echte Größe

Amberg/München. (hou) Diesmal erhielt der in Amberg geborene Hubert Graf von Spreti zwar selbst keine Auszeichnung, aber er rückte dennoch in den Blickpunkt, als am Freitag in München die Bayerischen Filmpreise vergeben wurden. Spreti, seit 1973 in den Diensten des BR und beim Sender Leiter der Redaktion "Kinofilm", wurde als Menthor und Ratgeber genannt, als sich Thomas E. Rudzik bei seinen Förderern bedankte. Rudzik bekam den Preis für die beste Nachwuchsregie und seinen Film "Agnieszka".

Heuer im August wird Professor von Spreti 65 Jahre alt. Er gilt weltweit als renommierter Filmexperte und war an einer Vielzahl von Produktionen beteiligt, für die es Auszeichnungen gab. Darunter die Spielfilme "Kirschblüten Hanami", "Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Wüstenblume". 2014 war er dabei, als die Produktion "24 Stunden Jerusalem" den Deutschen Fernsehpreis erhielt. Hubert von Spreti ist ein Sohn des ehemaligen Amberger Bürgermeisters Carl Graf von Spreti.
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