Erst ein Bundesligist, dann der FC Amberg

Mit 3:0 schlug der FC Amberg am 25. Oktober 2014 im Rückspiel der Bayernliga Nord Viktoria Aschaffenburg (weiß-blaue Trikots). Sven Seitz (2 Tore) und Frank Lincke (links vorne) waren damals die Torschützen. Bild: ref

Auch wenn der vierte Spieltag der Regionalliga Bayern offiziell schon am Dienstag mit dem 2:0-Sieg des FC Memmingen gegen die U 21 der Münchner Löwen begonnen hat: Richtig in Fahrt kommt er an diesem Wochenende. Heute steigt das Topspiel zwischen dem SSV Jahn Regensburg und dem 1. FC Schweinfurt 05.

Und am Samstag, 1. August, treffen die zwei Aufsteiger aus Aschaffenburg (4 Punkte) und Amberg (7) aufeinander. Außerdem steht noch eine Nachholpartie vom dritten Spieltag auf dem Programm, die schon nach aufgeheizter Stimmung klingt: Die Reserve des FC Bayern München erwartet die U 21 des TSV 1860 zum Münchner Stadtduell.

Soviel Brisanz wie dort ist am Samstag in Aschaffenburg nicht ganz zu erwarten. Wobei das Duell des letztjährigen Bayernligameisters Aschaffenburg mit dem Zweitplatzierten FC Amberg auch interessant werden dürfte. Das liegt vor allem daran, dass man sich in der vergangenen Saison noch eine Liga tiefer traf - einmal endete es unentschieden, einmal gewann der FC Amberg.

Während der Woche hatte Viktoria am westlichsten Rand Bayerns hohen Besuch: Der Bundesligaaufsteiger SV Darmstadt 98 trat zu einem einem Testspiel an, das über einen gemeinsamen Sponsor zustande kam. Der Regionalligist unterlag dem Erstligisten dabei 1:3 - allzu hoch ist dieses Ergebnis aber nicht zu bewerten.

Aber es war schon ein kleiner Höhepunkt für die Viktoria, die in den vergangenen Spielzeiten ein ständiges Auf und Ab erleben musste. 2012 in die Regionalliga aufgestiegen, hielt Aschaffenburg ein Jahr lang die Liga, musste dann aber wieder zurück in die Bayernliga - und kehrte von dort als Meister zurück. Das Ziel in diesem Jahr ist deshalb klar: "Wir wollen vier Mannschaften hinter uns lassen. Wer das ist, das ist uns egal", wünscht sich Teammanager Karlheinz Klug.

Eine Hürde auf diesem Weg könnte aber die geographische Lage sein. An der Grenze zu Hessen gelegen, zählt die Viktoria zu den Kilometerfressern der Liga. Der 1. FC Schweinfurt 05 ist mit 120 Kilometern ein Gegner mit der geringsten Distanz. Doch es gibt eben auch Strecken von mehr als 400 Kilometern zu bewältigen, zum Beispiel Schalding-Heining oder Burghausen. "Wir fahren oft in aller Früh weg oder müssen vor Ort übernachten. Das steckt den Jungs natürlich in den Knochen und macht die Auswärtsspiele nicht leichter."

Vielleicht gibt's aber auch Tipps von einem, der sich mit solchen Entfernungen auskennt: Trainer Slobodan Komljenovic. Der 44-Jährige war als Profi unter anderem in Frankfurt, Duisburg, Saragossa und bei 1860 aktiv und nahm mit Jugoslawien an der WM 1998 in Frankreich und der EM 2000 in Belgien/Niederlande teil.

Und so hat der Schwiegersohn von Kulttrainer Dragoslav "Steppi" Stepanovic sicher einige Tipps für seine Spieler, wie man lange Auswärtsfahrten am besten übersteht. "Lebbe geht wieder" ist wohl einer davon. Wobei es für die Viktoria am Samstag gegen den FC Amberg erst einmal darum geht, zuhause auf der Höhe zu sein.
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