Erst unauffällig dann spektakulär

Der Auerbacher Daniel Schalanda (rechts) scheitert mit seinem Fallwurf am Amberger Kreis am gut reagierenden HG-Torhüter Martin Feldbauer (rechts hinten), beobachtet von Auerbachs Routinier Henning Hein (Mitte vorne) und dem Amberger Christian Strasser (links). Bild: Ziegler

Die Paraden von HG-Torwart Martin Feldbauer nutzten nichts, denn die Schiedsricher fuhren ihm in die Parade. Paradenkönig am Ende aber war Auerbachs Torwart Raul Adam.

(zyz) Die Bezirksoberliga-Handballer der HG Amberg unterlagen am Samstag vor einer prächtigen Kulisse in der GMG-Halle dem SV 08 Auerbach II mit 23:24 (10:10). In der Schlussminute sicherte Auerbachs drittligaerfahrener Keeper Raul Adam seinem Team mit zwei Paraden beide Zähler.

Dazu hätte es nach Meinung von HG-Coach Roland Schmid aber nicht kommen dürfen: Der Übungsleiter fühlte sich von den Unparteiischen vom Ligakonkurrenten HSG Erlangen/Niederlindach verschaukelt. Amberg bekam nach Wiederanpfiff in einer kampfbetonten Begegnung keinen einzigen Siebenmeter zugesprochen, obwohl die Angreifer gleich mehrere Male nur durch Foulspiel oder durch Betreten des Kreises von der SV-Deckung vom erfolgreichen Abschluss gehindert wurden.

Der größte Aufreger war aber eine nicht gegebene klare Rote Karte gegen einen wichtigen Auerbacher Akteur, der nach einem harten Foul bei einem Konter von Tobias Hirsch zur Überraschung aller nur für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. Dieses Strafmaß wendeten die Schiedsrichter auf Amberger Seite auch auf eher harmlose Reklamationen an, so dass auch das Zeitstrafenverhältnis mit 12:8 Minuten zu Ungunsten der Amberger ausfiel. Speziell HG-Keeper Martin Feldbauer zeigte eine sensationelle Leistung und etliche spektakuläre Paraden. Amberg ging weiter seinen Weg der Verjüngung und dem A-Jugendlichen Jonas Rohrbach gelang bei seinem ersten Einsatz bei den Herren gleich ein Treffer. Auch nach Wiederanpfiff blieb das Derby umkämpft. Tobias Hirsch ließ sich von dem angesprochenen Foul nicht beeindrucken und klaute im darauffolgenden Angriff den zweiten Ball in Folge - das 19:17 in der 48. Minute. Auerbach konterte über ihren sicheren Strafwurfschützen Thomas Bauer, der alle acht Siebenmeter versenkte und die Schlussphase wurde zum Thriller.

Dennoch hätte es zu etwas Zählbarem reichen können und müssen, doch Tobias Streber, dem wiederholt Pfiffe verweigert wurden, holte sich am Auerbacher Kreis vier Strafminuten ab. Dadurch mussten seine Kollegen die letzten drei Minuten der Partie durchgehend in Unterzahl verbringen, erspielten sich dennoch aber gute Wurfchancen. Auerbachs rumänischer Keeper Raul Adam, der ansonsten eher unauffällig agierte, parierte aber gleich mehrere Würfe und sicherte dem Team von Trainer Mike Werner den Auswärtserfolg.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer Feld: Wagner (6), Hirsch (5/1), Schobert (3), Streber, Strasser, Andersch (je 2), Kührlings, Rohrbach, Schloder (je 1) Gschrei, Lulla, Sammet.
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