Erweiterung des Mehrgenerationenhauses: Elternschule braucht noch ein 200.000-Euro-Darlehen
Warten auf die Bürgschaft der Stadt

Das in die Jahre gekommene Mehrgenerationenhaus am Amselweg. Hier, auf der Straßenseite, soll der zweigeschossige Anbau entstehen. Bild: Huber
Jetzt fehlt nur noch die Zusage für den Kredit. Wenn die Stadt die Bürgschaft für ein 200.000-Euro-Darlehen übernimmt, kann der Verein Elternschule mit der Erweiterung des Mehrgenerationenhauses am Amselweg beginnen. Der Ferienausschuss des Stadtrates entscheidet in seiner Sitzung am Donnerstag, ob die Kommune für das Bauvorhaben des Vereins geradesteht. Laut CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann stehen die Chancen dafür gut: "Was die Elternschule leistet ist immens wichtig für die Stadt", sagte er am Montag bei einem Ortstermin. "Ich gehe davon aus, dass wir ein positives Signal geben können."

Auf rund 245.000 Euro veranschlagt die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Patricia Weiner, die Kosten für den Anbau. An der Straßenseite sollen zwei neue Geschosse mit jeweils 50 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Im Keller ist eine Toilette und ein neuer Gruppenraum vorgesehen, im Erdgeschoss ein Behinderten-WC und ein zusätzlicher Mehrzweckraum. "Es platzt hier wirklich aus allen Nähten", erklärte Weiner. "Wir arbeiten schon seit Jahren auf die Erweiterung hin." 45.000 Euro hat der Verein Elternschule bisher für das Projekt auf die Seite gelegt. 5900 Euro schießt die Bayerische Landesstiftung zu. Der Löwenanteil, 200.000 Euro, soll über ein Darlehen geschultert werden. "Die Pläne sind soweit alle genehmigt. Sobald die Stadt grünes Licht für die Bürgschaft gibt und das Darlehen zur Verfügung steht, können wir die Aufträge vergeben." Die Investition ist nicht auf Sand gebaut, darauf wies die CSU-Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger hin. Denn Bund, Länder und Kommunen hätten sich erst vor wenigen Wochen auf eine nachhaltige Förderung aller Mehrgenerationenhäuser geeinigt. Demnach darf die Elternschule weiterhin mit staatlichen Zuwendungen von 40 000 Euro jährlich für die Einrichtung rechnen. Die Förderung des Amberger Mehrgenerationenhauses wäre nach dem Ende der sechsjährigen Pilotphase heuer ausgelaufen.
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