Es war der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem neuen Parkleitsystem. Der Bauausschuss gab
Ganz bewusst mit Marienstraße

Wir haben vor, im Herbst die Leitungen zu legen und die Fundamente zu gießen.
einstimmig grünes Licht für einen "grundlegenden Neustart", wie es Baureferent Markus Kühne formulierte.

Amberg. (tk) Aufmerksame Autofahrer können sich bestimmt noch daran erinnern: Die alten Schilder waren groß, bunt und mit vielen verwirrenden Informationen gespickt. 2013 wurden die 61 unübersichtlichen Tafeln abmontiert. Schon bald soll ein dynamisches Parkleitsystem folgen, das an allen wichtigen Zufahrtsstraßen elektronisch darauf hinweist, wie viele Stellplätze gerade frei sind.

Zuvor zu viele Infos

"Das alte Parken-in-Amberg-System war mit Informationen überfrachtet", wiederholte Kühne seine bereits bekannte Argumentation und machte deutlich, dass durch die neue Beschilderung, die etwa 683 000 Euro kostet, der ungeliebte Parksuchverkehr reduziert werden soll. Im Normalfall werde der Autofahrer auf die nächste Gelegenheit aufmerksam gemacht, der Hinweis auf eine Alternative (Beispiel Theatergarage und Kräuterwiese) sei zu empfehlen: "Wir wollen die Leute führen und leiten, aber nicht bevormunden." Den Hinweis auf eine dritte öffentliche Parkfläche hielt Kühne für übertrieben: "Wir können natürlich immer schreiben, du kannst links, du kannst rechts oder geradeaus. Das ist für den Autofahrer aber keine Info."

Einst Antrag der ÖDP

Wichtig war dem Baureferenten, dass die Marienstraße samt Deck mit aufgenommen wird. Die ersten Planungen hatten das ausgeschlossen: "Es ist nicht sinnvoll, die Leute da hinzuschicken, wo eh schon die größte Not besteht." Sollte es aber, wie geplant, auch zusätzliche Stellplätze rund um das Klinikum geben (Seite 25), könne auf die Marienstraße nicht mehr verzichtet werden. Dieter Amann (SPD) und Rudolf Maier von der CSU konnten es kaum noch erwarten, bis die neuen Schilder stehen: "Da warten wir schon lange drauf" (Maier) und "Wir sind dafür, dass es so schnell wie möglich geht" (Amann). Gerade diese Aussagen waren es, die Hans-Jürgen Bumes auf den Plan riefen. Der Grünen-Stadtrat legte Wert auf die Feststellung,dass es sich bei der Forderung nach einem neuen Leitsystem ursprünglich um einen Antrag der ÖDP handelt. Von Bumes kam auch der Hinweis, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen, den Verkehr aus Richtung Schwandorf über den Schießstätteweg und nicht die Regensburger Straße zum Kongresszentrum zu leiten: "Wer sich auskennt, kommt über die Regensburger Straße." Und wer nicht, hat vielleicht ein Navi. "Da ist aber die Regensburger Straße drin", vermutete Bumes.

Arbeiten an Herbst

Baureferent Kühne versprach, diese Anregung mit aufzunehmen und deutete an, dass es mit der Umsetzung nicht mehr allzu lange dauern werde: "Wir haben vor, im Herbst die Leitungen zu legen und die Fundamente zu gießen." OB Michael Cerny nickte: "Wir haben eine ganze Menge Leerrohre der Stadtwerke im Boden. Das kommt uns natürlich zugute." Cerny war es auch, der noch einen Schritt weiter dachte. Es wäre wünschenswert, das Park-Angebot auch online anzubieten. Dann könnten Autofahrer auf ihrem Smartphone sehen, wo noch Parkplätze frei sind.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.