Europäische Hilfe gefragt

Erzbischof Joseph Coutts (rechts) berichtete den Gymnasiasten vom kirchlichen Leben in Pakistan mit seinen Bedrohungen und Erfolgen. Bild: hfz

Einen "Dialog des Lebens und Friedens" möchte die Kirche in Pakistan führen, berichtete Erzbischof Joseph Coutts bei einem Besuch im Max-Reger-Gymnasium.

Das P-Seminar "Solidaritätslauf" der Schule hatte im Sommer dieses Projekt organisiert, das nun mit den Berichten des Geistlichen einen erfolgreichen Abschluss fand. Leonie Vieracker vom Seminar begrüßte den pakistanischen Erzbischof am Max-Reger-Gymnasium (MRG) zu einer Informationsveranstaltung für die 12. Jahrgangsstufe über die kirchliche Missions- und Entwicklungsarbeit.

Begleitet wurde der hohe Gast aus der Hafenstadt Karachi von einer Mitarbeiterin des katholischen Hilfswerk Missio und von Dr. Thomas Riegl von der Arbeitsstelle Weltkirche im Bistum Regensburg. Coutts, der innerhalb der Missio-Aktion in Deutschland ist, beklagte in seinem Vortrag die Gefahr, die von fanatischen Muslimen ausgeht. Deshalb müsse die Kirche, der es sehr wohl möglich sei, auch Gottesdienste mit vielen Gläubigen abzuhalten, vorsichtig agieren, um niemanden zu provozieren.

Obwohl der Anteil der Christen in Pakistan nur zwei Prozent beträgt, sei der Beitrag zur Entwicklung der Lebensbedingungen gerade im Bildungs- und Gesundheitsbereich um ein Vielfaches größer. So stünden christliche Schulen oder Krankenhäuser allen Muslimen offen. Auch viele der Lehrer an christlichen Schulen seien Muslime. Er brachte als leuchtendes Beispiel das Engagement der deutschen Ärztin und Ordensschwester Ruth Pfau, die sehr erfolgreich die Lepra bekämpft und deshalb hohe Anerkennung in Pakistan erfährt.

Ziel der Kirche dort sei es, einen "Dialog des Lebens und Friedens" zu führen. Dazu brauchten die pakistanischen Christen die Unterstützung aus Europa.
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