Ex-Vorsitzender Dr. Klaus Ebenburger spricht von "kleinlichen Zerwürfnissen"
BI Fuchsstein löst sich auf

Überraschung am Freitagvormittag: Die Bürgerinitiative Naherholungsgebiet Fuchsstein-Atzlricht löst sich auf. In einer Pressemitteilung erklärte der langjährige Vorsitzende Dr. Klaus Ebenburger dazu unter anderem Folgendes:

"Kleinliche Zerwürfnisse über ,Hundehaufen' leiteten mit dem Rücktritt ,aus persönlichen Gründen' meiner zweiten Stellvertreterin Veronika Niklaus und meines Schriftführers Erwin Niklaus das Ende der BI ein. Der Schatzmeister war aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, sein Amt niederzulegen. Um jenseits kleinlicher Animositäten einen Neuanfang zu wagen, bat ich meinen ersten Stellvertreter Roland Pirzer als kommissarischen Vorsitzenden, die Bildung eines neuen Vorstandes zu versuchen. Bedauerlicherweise misslang auch dieser Versuch." Also habe die Mitgliederversammlung am Donnerstag die Auflösung der Bürgerinitiative beschlossen.

Ebenburger: Viele Erfolge

Als Ex-Vorsitzender der Initiative blicke er "mit Stolz" auf die vergangenen Jahre zurück, hält Ebenburger fest. In zähem Ringen sei es geglückt, bei Atzlricht die dort von Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl "jahrelang verbissen verfolgte Biogasanlage" zu vereiteln, die als Einstieg in die großflächige Bebauung des Naherholungsgebietes gedacht gewesen sei.

Ebenburger wörtlich: "Es ist uns gelungen, die unsinnige ,Implantat-Konzeption' zu verhindern, deren Ziel es war, ausgehend von drei kleinen Mini-Gewerbegebieten inmitten des Naherholungsgebietes nach und nach das gesamte Areal zu einem großen Gewerbegebiet auszubauen."

Die BI habe zusammen mit dem Naturpark Hirschwald den landeskundlichen Rundweg am Ammerbach aufgebaut und für diesen die Patenschaft übernommen. Und: "Durch die Mobilisierung einer breiten Öffentlichkeit durch zwei, wenn auch letztendlich erfolglose Bürgerbegehren, haben wir erreicht, dass die ursprünglichen Planungen für ein Gewerbegebiet zumindest deutlich zurückgefahren und an den Rand, in Richtung Ursensollen, verlegt wurden."

"Trägheit eingeschlichen"

Dieses Areal sei, genau wie das Naherholungsgebiet in seiner Gesamtheit, "aufgrund der ungünstigen Topographie und der fehlenden Verkehrsanbindung für ein Gewerbegebiet völlig ungeeignet". Deshalb bestehe weiterhin die Hoffnung, "dass, wenn schon nicht Vernunft, so doch exorbitante Erschließungskosten unsere ,Amberger Toskana' auch in Zukunft vor der Zerstörung schützen werden".

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser sehr erfolgreichen Arbeit habe sich in den letzten Jahren "eine gewisse Trägheit in die BI eingeschlichen", stellt Ebenburger fest.
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