Familien-Busunternehmen Cermak feiert 50-Jähriges
Klein begonnen

Das Busunternehmen Cermak, ein Familienbetrieb, wird 50 Jahre alt. 1964 von Alex Cermak in Nitzlbuch gegründet, begann die Firma mit drei Kleinbussen und fuhr vorwiegend Arbeiter zur Firma Diehl nach Röttenbach. 1998 übernahmen Günther und Brigitte Cermak das Unternehmen, damals waren neun Fahrzeuge in Betrieb: sieben große Reise- und zwei Kleinbusse. Mittlerweile verfügt die Firma über 17 große Reisebusse, einen 32-Sitzer und einen 16-Sitzer für kleinere Gruppen und vier Sprinter für Kleinstgruppenfahrten.

Betrieb erweitert

Um den immer höher werdenden Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Firma Cermak ihren Betrieb 2012 um sieben große Garagen erweitert. Dort befinden sich ein Werkstattbereich mit eigenem Bremsenprüfstand und einer Omnibushebebühne.

Etwa 600 000 Euro hat die Familie investiert und bietet rund 30 Mitarbeitern Lohn und Brot. Etwa die Hälfte der Fahrzeiten bestreiten die Cermak-Fahrzeuge im Schulbusverkehr, die andere Hälfte wird mit den Reisebussen zu vielen schönen Zielen gefahren.

"Die Ansprüche sind sehr hoch, wenn man im Geschäft bleiben will", erzählt Günther Cermak. Busreisen habe es freilich auch 1964 schon gegeben, doch Luxus wie Bordküche, Waschraum und Kühlbar, Klimaanlage und Schlafsessel - undenkbar. 1980 sei es quasi einer Sensation gleichgekommen, als die Cermaks den ersten WC-Bus angeschafft haben, erinnert sich der Firmenchef, der 1975 in den elterlichen Betrieb eingestiegen ist und 1998 die Leitung übernahm.

Tochter Anja Hackenberg kümmert sich um die Reisevorbereitungen, ihr Ehemann Volker sorgt sich um die Disposition der Busse. Firmenchefin Brigitte Cermak ist in der Koordination und Buchhaltung tätig, Sohn Alexander betreut das Fuhrparkmanagement und die Werkstatt. Der Bruder von Günther Cermak, der ebenfalls mitarbeitet, ist in Wartung, Pflege und Werkstatt versiert sowie als Fahrer eingesetzt.

Natürlich ist man in einem Familienbetrieb nicht immer einer Meinung. "Aber wir müssen schon an einem Strang ziehen, Kompromisse eingehen und Probleme gemeinsam lösen", erklärt der Firmenchef, der erst Feierabend hat, wenn alles für den nächsten Tag vorbereitet ist.
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