Familien in der kritischen Phase begleiten

Bundesweit werden pro Jahr rund 54 000 Kinder zu früh, also vor der 37. Schwangerschaftswoche, geboren. Laut Statistik des Aqua-Instituts kommen 9,9 Prozent der Frühchen vor der 32. und 6,8 Prozent vor der 28. Woche zur Welt. In den meisten westlichen Gesellschaften wird fast jedes zehnte Kind zu früh geboren, in Deutschland liegt die Frühgeborenen-Rate bei 9,2 Prozent.

Eine zu frühe Geburt oder die Erkrankung eines Neugeborenen bringen Kind und Eltern in eine neue, meist unerwartete Situation, die sehr hohe Anforderungen an alle stellt. Je früher ein neuer Erdenbürger zur Welt kommt, desto größer sind die Risiken für die kindliche Entwicklung. Für die Eltern ergeben sich daraus Verunsicherungen und Ängste bis hin zu traumatischen Erfahrungen. Kompensiert werden könne das durch frühe, stützende, beziehungs- und familienorientierte Interventionen.

Genau da setzt die Harlekin-Nachsorge an: Eine vertraute Kinderkrankenschwester der Kinderklinik und eine Fachkraft der örtlichen Frühförderstelle stehen den Familien mit Hausbesuchen beratend zur Seite. Harlekin war als Pilotprojekt am Krankenhaus Harlaching und mit der Frühförderstelle der Lebenshilfe München gestartet.
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