Fans fehlen

Zweikampf auf dem Eis, und auf den Rängen dahinter gähnt die Leere. Für ERSC-Vorsitzenden Mustafa Sugle ist das "enttäuschend". Bild: brü

Sportlich stimmt's wieder: Noch vor wenigen Wochen hatten einige bereits den ERSC Amberg abgeschrieben. Jetzt haben die Löwen durchaus wieder Chancen auf eine Teilnahme an der Zwischenrunde mit den zwölf besten Teams der Eishockey-Landesliga. Dennoch ist ERSC-Vorsitzender Mustafa Sugle enttäuscht.

Ein Sieg am Sonntag, 13. Dezember (18.30 Uhr), gegen Selb ist für das sportliche Ziel absolute Pflicht. Im günstigsten Falle - wenn man gestern etwa mindestens zwei Punkte aus Bad Kissingen mitnehmen konnte - wäre es für die Löwen schon morgen möglich, die Zwischenrunde zu buchen. Die 1b-Vertretung der Selber Wölfe hat man aber in unguter Erinnerung.

Im Hinspiel bei den Hochfranken sprang seinerzeit lediglich ein Zähler heraus, weil deren Torhüter Nico Stark seinem Namen alle Ehre machte und eine überragende Partie lieferte. Am Ende siegten die Wölfe im Penaltyschießen. Nach einem kurzen Abstecher ins Oberliga-Team ist der 20-jährige Goalie aus dem Düsseldorfer Nachwuchs wieder ins 1b-Tor zurückgekehrt und könnte erneut zu einer besonderen Herausforderung für die ERSC-Angreifer werden.

Zuletzt siegte Selb in Bayreuth mit 9:3, ein deutliches Indiz dafür, dass man mit dem Abstieg nicht zu tun haben wird. Ambergs Konkurrenten um den vierten Rang, den ESC Haßfurt, besiegten die Wölfe ebenfalls nach Penaltyschießen. Am Sonntag im Stadion am Schanzl können die Selber jedenfalls völlig unbelastet zu Werke gehen, was nicht unbedingt ein Nachteil für Polesny, Bado und Co. sein muss. Aus ERSC-Sicht führt kein Weg daran vorbei, die volle Punktzahl einzufahren.

Dabei hängt es natürlich vom Verlauf der Freitags-Partie in Bad Kissingen ab, welche Spieler Coach Alex Reichenberger zur Verfügung stehen. Ganz sicher fehlen werden Roman Göldner und Michael Augsberger; der angeschlagene Andreas Hampl, der eigentlich nochmals eine Pause einlegen sollte, könnte dagegen durchaus für Sonntag eine Alternative werden. Das Formbarometer der Löwen zeigt nach oben, bei einzelnen Spielern und auch als Mannschaft, und diesen Schwung will man in die Partie gegen Selb mitnehmen.

Auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen hofft dabei nicht nur ERSC-Vorstand Mustafa Sugle, der sich vom bisherigen Zuschauerzuspruch doch "sehr enttäuscht" zeigt. Nach den letzten Leistungen hätten die Löwen durchaus etwas mehr "Laufkundschaft" verdient.

Die bereits für die Zwischenrunde qualifizierten Teams: TSV Erding, ERV Schweinfurt, EC Bad Kissingen, EHF Passau, ESC Vilshofen, TSV Königsbrunn, EA Schongau. Die Zwischenrunde wird dann in zwei Gruppen mit je sechs Mannschaften (Hin- und Rückspiel) ausgetragen.
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