Farbtupfer auf Tennis-Landkarte

Wie im Juni bei den deutschen Jugendmeisterschaften im Freien erreichte Lena Ruppert (links) auch bei den nationalen Hallenmeisterschaften in Essen das Halbfinale. Für Mira Stegmann (rechts) war im Sommer im Achtelfinale Schluss. Diesmal schaffte sie es unter die besten Vier. Bild: hfz

Erst im Halbfinale war Endstation: Lena Ruppert und Mira Stegmann vom TC Amberg am Schanzl präsentierten sich bei den nationalen Jugend-Hallenmeisterschaften in Topform. Dabei wäre Stegmann in Essen beinahe gar nicht am Start gewesen.

Packende Duelle bot der deutsche Tennisnachwuchs der Altersklassen U 14, U 16 und U 18 bei den 40. deutschen Jugendmeisterschaften im Tenniszentrum des Tennis-Verbandes Niederrhein in Essen. In der Königsklasse U 18 wurde Johannes Härteis (1. FC Nürnberg) seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Finale gegen Dominik Böhler (TC Lauffen) nach zweieinhalb Stunden mit 6:1/6:7 und 6:3. Gegen Böhler hatte Christopher Patzanovsky (17), der dritte Schanzl-Spieler bei diesen Meisterschaften, nach einem 6:2/6:3-Auftakterfolg gegen Benedikt Henning (Kasseler TC) im Achtelfinale verloren (1:6/2:6).

Bei den U 16-Juniorinnen spielte sich die an Nummer fünf gesetzte Lena Ruppert nach Siegen gegen Helene Grimm (TC Stelle/Niedersachsen) mit 7:5/6:1 und Laura Bente (TV Hannover) mit 6:1/6:4 bis ins Viertelfinale. Nach anfänglichen Problemen behielt sie dort gegen die einen Platz höher eingestufte Juliane Triebe (Berliner SV) mit einem klaren Drei-Satz-Sieg (3:6/6:4/6:1) die Oberhand.

Ohne Satzverlust

Im Halbfinale unterlag die 16-jährige Ambergerin nach einem lange Zeit ausgeglichenen Duell gegen die an Nummer zwei gesetzte Lena Rüffer knapp mit 5:7/4:6. Die Spielerin des Berliner SV blieb - wie in allen anderen Runden zuvor - auch im Finale ohne Satzverlust und holte sich mit einem 6:1/6:3-Erfolg gegen Anastazja Rosnowska (DTV Hannover) den Titel.

Für die große Überraschung sorgte in der Altersklasse U 13 Mira Stegmann. Als Nachrückerin und Nummer 22 der Setzliste schaffte die Ambergerin gerade noch den Sprung in das 24er-Hauptfeld. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten besiegte die 13-Jährige in der ersten Runde Sibel Demirbaga (Pinneberger TC) in drei Sätzen (2:6/6:3/6:2). Anschließend warf sie die als Nummer drei hochfavorisierte Emma Gevorgyan (TK Steglitz-Berlin) mit 6:3/6:2 glatt aus dem Rennen.

Sieg gegen Bayerns Beste

Im Viertelfinale traf Stegmann auf ihre Dauerrivalin Anne Knüttel (TC Weiß-Blau Würzburg), Nummer eins in Bayern, die bei der "Deutschen" an Position sieben gesetzt war. In dem von langen Ballwechseln gekennzeichneten Spiel hatte die Ambergerin schließlich mit 3:6/6:3/6:0 das bessere Ende für sich. Erst im Halbfinale musste sie sich nach harter Gegenwehr der an Nummer zwei gesetzten Santa Strombach (Rot-Weiß Berlin) mit 5:7/6:7 geschlagen geben.

Somit durften Lena Ruppert und Mira Stegmann stolz mit dem Pokal des Drittplatzierten die Heimreise antreten. Mit diesem hervorragenden Abschneiden seiner Talente schaffte es der TC Amberg am Schanzl wieder einmal, in der Tennis-Landkarte einen Farbtupfer für die Region zu setzen und der etablierten deutschen Konkurrenz die Stirn zu bieten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.