Fast 12 000 Militärangehörige aus 39 Nationen reisten
27 Stunden im Zug nach Lourdes

Mehrere Gottesdienste standen am Pilgermittelpunkt der Grotte in Lourdes auf dem Programm. Die deutschsprachige Delegation kam dort mit Militärgeneralvikar Reinhold Bartmann zusammen. Bild: dl
Lokales
Amberg in der Oberpfalz
23.05.2015
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zur Soldaten-Wallfahrt ins südfranzösische Lourdes. Diese Tradition begann 1958. Seitdem erfahren auch Soldaten aus der Amberg-Sulzbacher Region dort regelmäßig Kameradschaft und eine lebendige Kirche. Sie nehmen bleibende Eindrücke mit nach Hause.

(dl) Die über 600 deutschen Wallfahrer waren zunächst in zwei Sonderzügen (Hamburg, München) unterwegs. In der Landeshauptstadt startete der Sonderzug II und nahm bei mehreren Stopps Soldaten, Reservisten, Beamte sowie Bundeswehr- und Familienangehörige aus den Seelsorgebezirken Amberg, Weiden, Bad Reichenhall, Bogen, Cham, Fürstenfeldbruck, Hammelburg, Ulm, Delitzsch, Ingolstadt, München, Mittenwald und Veitshöchheim auf. Während der 27-stündigen Zugfahrt wurden die Wallfahrer beim Eröffnungsgottesdienst durch Militärpfarrer Alexander Prosche (Weiden) auf Lourdes eingestimmt.

Bereits zum fünften Mal war Anita Falk aus Ehenfeld dabei. Sie ist Krankenschwester im Amberger Facharztzentrum. Bei der Betreuung und Versorgung einer der elf Kranken hatte sie im Pilgerkrankenhaus und bei den Veranstaltungen viel Arbeit. Auch die in Amberg stationierten Soldaten, Oberleutnant Martin Danner und Oberstabsfeldwebel Peter Müller, waren von den vielen Ereignissen beeindruckt.

In Lourdes feierten die deutschen Pilger mit Pastoralreferent Hubert Huster und Studenten aus München einen Wortgottesdienst. Unter der Führung des Militärgeneralvikars Reinhold Bartmann (Berlin) zelebrierten Geistliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am nächsten Morgen mit allen deutschsprachigen Gläubigen einen Gottesdienst an der Erscheinungsgrotte. Einen bleibenden Eindruck hinterließ die Messfeier im Zeltlager. Dabei spendete Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck dem Hauptgefreiten Kevin Schefold das Sakrament der Firmung. Es folgten die Lichterprozession und eine Katechese mit dem Militärbischof. 1858 soll die Gottesmutter der 14-jährigen Bernadette Soubirous dort öfter erschienen sein.

Wie bei der Auftaktveranstaltung zogen auch bei der Abschlussfeier alle Nationen mit Fahnenabordnungen, ihren Bischöfen, Ehrengästen und Musikkorps in die Pius-Basilika ein. Die Vielzahl der anwesenden Nationen machte es deutlich, dass die Wallfahrt etwas Besonderes ist. Am stärksten vertreten waren Frankreich (4246), Italien (2500), Kroatien (775), Deutschland (625), Österreich (480), USA (400) und Spanien (307).
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