Fast ein bisschen sentimental

Als wahrer Hörgenuss erwies sich das Konzert des Reservistenmusikzugs Oberpfalz unter der Leitung von Christian Ziegler bei einem Benefizkonzert im Stadttheater zugunsten des Sozialdienstes katholischer Frauen, SkF. Bild: ads

Bei Musikern in Soldaten-Uniform, da ist Marschmusik nicht fern. Der Reservistenmusikzug Oberpfalz kann aber auch ganz anders.

Bereits zum dritten Mal gastierte der Reservistenmusikzug Oberpfalz unter der Leitung von Stabsfeldwebel Christian Ziegler am Tag der deutschen Einheit zu einem Benefizkonzert in Amberg. In diesem Jahr ging der Erlös an den Sozialdienst katholischer Frauen, SkF. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden dieser Formation ehemaliger Bundeswehrsoldaten, Peter Habermeier, und einem Grußwort von Waltraud Frieser für den SkF wurde das Konzert mit der "Festmusik der Stadt Wien" von Walzerkönig Richard Strauß eröffnet. Dirigent Christian Ziegler verstand es, unterschiedliche Programmschwerpunkte während des Konzerts zu setzen. Damit konnte das Orchester sein außergewöhnlich breitgefächertes Repertoire und Klangspektrum unter Beweis stellen.

Spielender Wechsel

Mit der Ouvertüre "Marinarella" des tschechischen Komponisten Julius Fucik ging es anspruchsvoll weiter. Die Latin Fantasy "El Camino Real" von Alfred Reed stellte danach einen spielenden Wechsel hin zu moderner Blasmusik dar. Mit dem Titel "La vita è bella" von Nicola Piovani aus der Tragikkomödie "Das Leben ist schön" kam auch die Filmmusik zum Zug. Den Abschluss des abwechslungsreichen ersten Teils bildete der italienische Militärmarsch "Venezia" von Gaetano Fabiani, dessen Klänge die Gäste des Abends schwungvoll in die Pause brachte.

Gefühlvolles Solo

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete der Reservistenmusikzug mit der berühmten Melodie "The Third Man Theme" aus dem Film "Der dritte Mann", arrangiert von Toshio Mashima. Ein Höhepunkt des Abends war das sozialkritische Werk "5 Minuten vor 12" des mittlerweile verstorbenen großen deutschen Musikers Udo Jürgens. Anton Lottner, der unterhaltsam durch den Abend führte, moderierte das Werk, das bravourös von Peter Habermeier gesungen wurde, gefühlvoll an. Mit den Medleys "Latin Favourites" mit den Titeln "Besame Mucho", "Quantanamera" und "Quando, Quando, Quando" sowie "James Bond 007" schlug das Orchester danach wieder schwungvollere Töne an.

Im Anschluss verwöhnten die Musiker ihre Gäste mit der Polka "Schöne Serenade" von Karel Kohout, dessen Arrangement von Karel Belohoubek für einige Überraschungen sorgte. Die beiden Märsche "Castaldo-Nova" von Rudolf Novacek und "Mir san die Kaiserjager" von Karl Mühlberger rundeten den gelungen Konzertabend ab.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.