FC Amberg beendet den Aubstadt-Fluch - Sahne-Auftritt nach der Pause
Rost-Elf schockt ihren Angstgegner

Der FC Amberg greift in der Fußball-Bayernliga Nord mit großen Schritten die Spitzenteams. Die Mannschaft von Trainer Timo Rost setzte sich am Samstag beim Angstgegner TSV Aubstadt (zuletzt vier Niederlagen) mit 4:1 (0:1) durch und verkürzte den Rückstand auf Tabellenführer SpVgg SV Weiden auf drei Punkte. "Wir hatten schon in der ersten Hälfte mehr Spielanteile. Aber was die Jungs dann in der zweiten gezeigt haben, war schon erste Sahne", sagte Ambergs Sportlicher Leiter Bernd Scheibel.

Die Gäste zündeten im zweiten Durchgang nach Rosts kleineren taktischen Korrekturen den Turbo und drehten die Partie. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann lediglich die Tatsache, dass die Gelb-Schwarzen durch das Auslassen bester Möglichkeiten nicht schon vorzeitig den berühmten Sack zumachten, sondern erst in der Schlussphase durch die beiden Treffer von Sven Seitz die Weichen endgültig auf Sieg stellten. "Da hätten wir konsequenter sein müssen, so mussten wir nochmals ein wenig zittern", gestand Scheibel ein.

Anfangsphase verschlafen

Wie zuletzt schon gegen Ansbach, Haibach und Aschaffenburg zeigte die Rost-Elf eine starke Leistung - in taktischer und in spielerischer Hinsicht. Und das gegen einen Gegner, der wiederum aus einer geordneten Defensive heraus mit Kontern agierte - eine Spielweise, die bislang den Ambergern überhaupt nicht schmeckte. Aber inzwischen ist der FCA in der Lage, gegen so einen auftretenden Kontrahenten mit den richtigen Mitteln zum Erfolg zu kommen, wenngleich er bei den Unterfranken doch eine gewisse Anlaufphase brauchte. "Am Anfang haben wir noch geschlafen und so auch das 0:1 kassiert", sagte Scheibel.

Nach einem Freistoß von Christoph Rützel in der 7. Minute stieg Julius Benkenstein am höchsten und köpfte zur Aubstädter Führung ein. Rost musste auf den noch angeschlagenen Michael Dietl verzichten und ersetzte Andreas Graml durch den wiedergenesenen Benjamin Werner. Marco Seifert saß nach seiner Verletzung zumindest wieder auf der Bank.

Zunächst fanden die Amberger keine Mittel, die TSV-Defensive auszuhebeln. Chancen waren Mangelware. Doch nach und nach kam die Amberger Offensive ins Rollen. Als TSV-Torhüter Mack einen Schuss von Marco Wiedmann nur abklatschen ließ, bediente der für Werner eingewechselte André Karzmarczyk flach den lauernden Tobias Wiesner, der keine Mühe hatte, das 1:1 (57.) zu erzielen. Die Vorentscheidung fiel schließlich neun Minuten später, als Kai Hempel ein Kopfballduell gewann und den Ball auf Wiedmann ablegte, der ihn aus 20 Metern ins Tor wuchtete (66.).

Damit war der Bann gebrochen. "Wir standen im zweiten Durchgang etwas tiefer, was unserem Spiel gut getan hat", sagte Scheibel. Aubstadt wurde nach dem Rückstand aktiver und investierte mehr ins Angriffsspiel. Die größeren Freiräume konnten die Gäste bei ihren Konterchancen jedoch zunächst nicht nutzen.

Seitz-Doppelpack

In der 81. Minute flog Wiesners Heber über das Aubstädter Tor, 60 Sekunden später kratzte die TSV-Abwehr einen Seitz-Versuch gerade noch von der Linie, ehe Christian Knorr (82.) alleine vor dem Aubstädter Gehäuse auftauchte, aber in Mack seinen Meister fand. Als die gastgebenden Unterfranken alles auf eine Karte setzten, schlug der FC Amberg eiskalt zu: Einen Konter über Wiesner drückte Seitz (87.) über die Linie, ehe Seitz nach einem langen Ball den Aubstädter Schlussmann ausspielte und ins leere Tor einschob (90.+2).

Amberg holte damit aus den letzten elf Spielen den neunten Sieg. Vier zuletzt in Folge mit 17:1 Toren, so dass der Kontakt zu den Spitzenteams nun endgültig hergestellt ist.
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