FC Amberg gewinnt bei der SpVgg Ansbach nach 0:2-Rückstand mit 3:2
Wende in neun Minuten

Fußball-Bayernligist FC Amberg bleibt seit dem 3. Oktober 2014 ungeschlagen und übersprang die nicht leichte Hürde bei der SpVgg Ansbach. Die Mannschaft von Trainer Timo Rost siegte am Samstag vor 300 Zuschauern mit 3:2 (0:1), bewies Moral und drehte nach einem 0:2-Rückstand binnen neun Minuten die Partie. "Nach einer etwas zu schläfrigen ersten Halbzeit haben meine Jungs dann in der zweiten einen Gang höher geschaltet und verdient die Punkte mitgenommen", sagte Rost nach dem Schlusspfiff.

Jede Begegnung sei nun mehr oder minder ein Testspiel für die Relegation. "Wir werden weiter hart arbeiten, bestens vorbereitet sein und den Zug beibehalten", fügte Rost an. Eine Vorgabe, die seine Truppe in den ersten 45 Minuten nur bedingt umsetzte, aber in den zweiten dann zur vollsten Zufriedenheit. Erstmals dabei war Florian Holfelder, ein talentierter A-Jugendlicher, der sogar zu 20 Minuten Einsatzzeit kam. "Er spielte sehr agil und brachte nochmals neuen Schwung", lobte Rost dessen Leistung dann auch. Der Trainer baute seine Startelf gegenüber dem 4:0-Heimerfolg gegen den TSV Neudrossenfeld auf drei Positionen um: Marco Wiedmann, Frank Lincke und Sebastian Hauck nahmen zunächst auf der Bank Platz, für sie durften Tobias Wiesner, Sven Seitz und Julian Ceesay von Beginn an ran - volle Offensive war demnach das Amberger Motto. Die Mittelfranken wählten dieses Mal eine etwas andere Taktik als bei der 0:7-Schlappe im Hinspiel. Trainer Andreas Heid verzichtete auf frühes Pressing, sondern machte mit einer gut gestaffelten Defensive die Räume eng. Eine Ausrichtung, mit der der FC zunächst so seine Schwierigkeiten hatte. Dennoch hatten die Gäste durch Kai Hempel die erste Chance. Seinen Schuss aus 16 Metern fischte SpVgg-Schlussmann Florian Körner sehenswert aus dem Dreieck. Und Ambergs Seitz scheiterte kurz danach zweimal am Ansbacher Torhüter. Besser machten es die Ansbacher: Der FC, bei dem Michael Dietl nach einem Zweikampf so unglücklich auf die Absperrung des Platzes fiel, dass er sich Prellungen am Oberkörper und Schnittwunden am Arm zuzog und ausgewechselt werden musste, leistete sich im Mittelfeld einen Ballverlust und lief in einen Ansbacher Konter. Den nutzte Bastian Herzner zum 0:1 (44.). Und es sollte noch dicker für die Rost-Elf kommen: Erneut Herzner war in der 59. Minute mit einem für FC-Torwart Matthias Götz unhaltbaren Heber aus 15 Metern erfolgreich.

Der FC legte danach einen Gang zu, machte Tempo und entwickelte ungemein viel Druck. In den letzten 30 Minuten wurden die Ansbacher so in ihrer Hälfte regelrecht eingeschnürt, die Amberger Tore waren die logische Folge. Zunächst hämmerte Julian Ceesay aus 25 Metern den Ball ins rechte untere Eck (63.), dann vollstreckte Benny Werner nach toller Vorarbeit von Andreas Graml aus fünf Metern (71.), ehe 60 Sekunden später nach einem Torwartfehler - Körner ließ einen langen Ball nach vorne abprallen - der eingewechselte Sebastian Hauck den Ball mit der Brust über die Linie drückte.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.