FC Amberg heute zum schwächelnden TSV Großbardorf - Nachholspiel
Keine Mauertaktik

Wie sich in ein paar Wochen doch alles ändern kann. Anfang April hätte der FC Amberg zum Auswärtsspiel beim TSV Großbardorf antreten müssen. Doch die Partie fiel wetterbedingt aus - das sollte heute um 18.30 Uhr beim Nachholtermin hingegen kein Problem sein. Die Ausgangssituation ist aber eine ganz andere: Damals hatte Großbardorf als Tabellenvierter noch Anschluss an die Tabellenspitze, inzwischen sind es 12 Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten FC Amberg.

Allzu große Hoffnungen hatte der Trainer der Unterfranken, Dominik Schönhöfer, aber auch damals nicht mehr auf den Aufstieg. Ganz im Gegenteil: "Werden wir am Ende Fünfter oder Sechster, dann war es für uns auch eine gute Runde", hieß es. Heute müssen die Grabfeld-Gallier aber selbst um eine solche Platzierung kämpfen, denn sie haben anscheinend das Siegen verlernt. Aus den letzten sechs Partien holte der TSV gerade mal vier Unentschieden und die allesamt gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Dazu kamen Niederlagen gegen Haibach und Aubstadt.

Aber: Das Team von Schönhöfer stellt die beste Defensive der Liga und hat in 30 Partien erst 23 Gegentore kassiert. Doch eine starke Abwehr bringt nur dann Punkte, wenn vorne Tore gemacht werden. Und genau da hapert es: Vier Treffer in den letzten sechs Partien und 38 über die gesamte Saison sind zu wenig, um oben mitreden zu können. Wer deshalb eine defensive Grundeinstellung erwartet, der irrt: "Da werden wir oft unterschätzt. Wir haben keine Mauertaktik und werden auch gegen Amberg nach vorne spielen. Dann wird sich zeigen, ob wir gegen einen so spielstarken Gegner defensiv sattelfest genug sind."

Dass der FC Amberg den Galliern Probleme bereiten kann, zeigte schon das Hinspiel in Amberg. Das endete nach einem Last-Minute-Treffer der Gäste 2:2 (Tore für Amberg durch Werner und Ceesay), hat aber bleibenden Eindruck bei Schönhöfer hinterlassen: "Da hatten wir immense Probleme. Das FC-Pressing war das Beste, was ich in dieser Saison gesehen habe." Diesen Eindruck will der FC Amberg beim heutigen Nachholspiel vertiefen.

FC-Trainer Timo Rost erwartet einen Gegner, der aus einer starken Defensive heraus schnelle Konter fahren wird. "Wir wollen gewinnen - schon allein, um unser Saisonziel schnellstmöglich zu erreichen. Außerdem können wir so Aschaffenburg unter Druck setzen." Ein Dreier sollte auch den Relegationsplatz bedeuten. Denn dann hätte man bei noch drei ausstehenden Partien sieben Punkte Vorsprung auf die SpVgg Weiden. Fehlen wird Alexander Jobst (Verdacht auf Meniskusriss).

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Hock (2), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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