FC Amberg lässt sich von aufgeheizter Atmosphäre in Erlangen-Bruck nicht irritieren und gewinnt ...
"Riesenkompliment" vom Trainer

Der Schütze des goldenen Tores, Sven Seitz (Bild), schraubte sein Konto auf 11 Treffer hoch. Bild: ref
Die Konkurrenz hatte am Samstag vorgelegt, der FC Amberg zog am Sonntag nervenstark nach. Die Mannschaft von Trainer Timo Rost setzte sich vor 250 Zuschauern beim FSV Erlangen-Bruck mit 1:0 (1:0) durch den Treffer von Sven Seitz (28.) mit 1:0 durch. Die Amberger bleiben somit in der Spitzengruppe der Bayernliga vertreten und stehen mit 46 Zählern punktgleich mit dem SV Viktoria Aschaffenburg auf dem zweiten Platz - ein passendes Geschenk für Teammanager Hubert Kirsch, der an diesem Tag seinen 50. Geburtstag feierte.

Der Fünfkampf in der Bayernliga geht mit enormer Spannung weiter. Nachdem am Samstag Aschaffenburg, Weiden und Forchheim - lediglich Großbardorf schwächelte beim 1:1 gegen Eltersdorf - ihre Begegnungen gewonnen hatten, stand der FC Amberg schon unter Zugzwang. Wie die Rost-Elf dann die Aufgabe bei den Mittelfranken dann meisterte, war schon aller Ehren wert. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Gastgeber, immer wieder angestachelt von ihrem Trainer Normann Wagner, nur wenig fürs Spiel investierten, stellenweise sehr hart zu Werke gingen und unterm Strich nur versuchten, die Bemühungen der Amberger mit allen Mitteln zu zerstören.

Ein Umstand, der nach dem Schlusspfiff den Amberger Coach völlig zu Recht in Rage brachte: "Da waren zum Teil sehr harte Fouls dabei, die nicht sein dürfen. Leider wurden die auch nicht geahndet", sagte Rost, der normalerweise bekannt dafür ist, nicht zu jammern. Daher zollte er seiner Mannschaft nach den 90 ungemein intensiven Minuten ein ganz dickes Lob: "Meine Jungs haben sich von der meines Erachtens unnötig aufgeheizten Atmosphäre nicht beeindrucken lassen und sind ruhig geblieben. Ihnen gebührt wirklich ein Riesenkompliment", bilanzierte der sehr zufriedene FCA-Trainer, der dann dennoch ein Haar in der Suppe fand: "Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann war es die Chancenverwertung. Wir hätten um zwei bis drei Tore höher gewinnen müssen."

Die Abwehr war stabil, denn gefährliche Möglichkeiten hatte der gastgebende FSV während der gesamten 90 Minuten, mal abgesehen von zwei Fernschüssen, nicht. Lediglich in der Schlussphase kamen die Brucker nach einem langen Ball, den FCA-Schlussmann Matthias Götz im Strafraum abprallen ließ, etwas bedrohlich vors Amberger Gehäuse. Allerdings wurde der Keeper unfair angegangen und Foul an ihm gepfiffen.

Auf der anderen Seite traten die Amberger eines Spitzenteams würdig auf und ließen zu keiner Phase der Partie Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen wird. Spielerisch hatte die Rost-Elf eindeutig mehr Anteile, auch technisch war sie überlegen. Die hätte bereits nach 17 Minuten mit 1:0 in Führung gehen müssen. Nach toller Vorarbeit von Marco Wiedmann, der Tobias Wiesner bediente, deckte dieser mit dem Rücken zum Tor den Ball geschickt ab. Aus der Drehung heraus war sein Schuss lediglich etwas zu unplatziert, das Leder landete genau in den Armen von FSV-Torhüter Markus Pröll, dem Besten seines Teams. Elf Minuten ging der FC ging völlig verdient mit 1:0 in Führung. Einen Freistoß aus 22 Metern zirkelte Sven Seitz über die Brucker Mauer hinweg in die Maschen.

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Gäste die eindeutig besseren Chancen. So zunächst Benny Werner (63.), der aus spitzem Winkel am linken Pfosten vorbeizielte.

Zehn Minuten später musste der eingewechselte Michael Dietl für die Entscheidung sorgen, als nach einem Pass von Kai Hempel genau in die Gasse alleine auf den FSV-Schlussmann zulief. Der Amberger Angreifer spitzelte den Ball an Pröll vorbei, aber auch knapp am linken Pfosten. So blieb es beim 1:0-Erfolg der Amberger denen damit der Start in die Restrückrunde gelungen ist.
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