FC Amberg zum vorletzten Spiel nach Ansbach - Drei A-Junioren im Kader
Großes Selbstbewusstsein noch mehr aufbauen

Man hatte insgeheim beim FC Amberg wohl schon ein bisschen auf einen Ausrutscher von Viktoria Aschaffenburg gehofft, doch der Tabellenführer ließ während der Woche beim VfL Frohnlach keine Zweifel aufkommen. Durch den 6:0-Auswärtssieg hat die Viktoria jetzt sechs Punkte Vorsprung auf den FC Amberg. Für den wäre Platz 1 rein rechnerisch noch möglich, dafür bräuchte es aber zwei Niederlagen von Aschaffenburg (in Haibach und daheim gegen Ammerthal) und der FC Amberg müsste seine beiden Partien (in Ansbach und zu Hause gegen Haibach) gewinnen.

Bevor man aber von irgendwelchen möglichen Ausrutschern profitieren könnte, heißt es für den FC erst einmal die eigenen Pflichten erledigen. Am Samstag, 16. Mai, heißt die erst einmal Auswärtsspiel bei der SpVgg Ansbach. Die Mittelfranken stehen in der Tabelle derzeit auf Rang 14 und damit sicher in der Abstiegsrelegation. Für Trainer Andreas Heid, der das Team noch vor der Winterpause vom glücklosen Fredi Skurka übernahm (nur 15 Punkte aus 17 Spielen), bedeuten die restlichen beiden Partien darum nichts anderes als weitere Einheiten zur Vorbereitung auf die Abstiegsrunde: "Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie sich für die Relegation anbieten. Auch wenn alles entschieden ist, will ich kein Freundschaftsspiel sehen, sondern dass sich meine Jungs richtig reinhauen."

Dass der letztjährige Meister der Landesliga Nordwest in die Relegation muss, liegt vor allem daran, dass man es nicht schaffte, gegen Teams zu gewinnen, die in der Tabelle vor den Ansbachern stehen. Siege gab's nur gegen Teams aus dem Rückspiegel, von den zwei Ausnahmen gegen Forchheim und Eltersdorf in der Hinrunde einmal abgesehen. "Viele Spieler haben einfach nicht begriffen, dass es in der Bayernliga so nicht geht", moniert Heid. Diesen Eindruck hatte man auch schon im Hinspiel gegen den FC Amberg. Das endete im Oktober 7:0 für den FC, damals trafen Benjamin Werner (2), Marco Wiedmann, Tobias Wiesner, Sven Seitz, Michael Dietl und Alexander Konjevic.

"Das war sicher die schlechteste Phase in dieser Saison. Dafür müssen wir uns rehabilitieren", so der 47-jährige Trainer der Ansbacher. Auch wenn der FC Amberg als klarer Favorit in die Partie startet: Im Vorübergehen nimmt man auch in Ansbach keine Punkte mit.

Das weiß auch Timo Rost: "Wir werden keinen Deut nachlassen und werden weiter so konzentriert spielen wie bisher." Dass es jetzt noch ein kleines Fußballwunder für Platz 1 braucht, habe keine Auswirkungen auf die letzten beiden Partien des FC. "Das Aschaffenburger Ergebnis ändert gar nichts für uns. Wir nehmen die letzten beiden Spiele als Vorbereitung für die Relegation. Da geht es auch darum, das eh schon große Selbstbewusstsein noch mehr aufzubauen." Dafür steht Timo Rost der gesamte Kader zur Verfügung, der sogar Verstärkung aus dem eigenen Nachwuchs bekommt. A-Jugendspieler Florian Holfelder hat sich mit starken Leistungen in der U 19-Bezirksoberliga (27 Tore in 18 Spielen) ebenso für Höheres empfohlen wie Mario Schmien und Martin Popp.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Hock (2), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11), Holfelder, Schmien, Popp.
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