FEB Amberg nutzt gegen Rot-Weiß Zerbst "richtig gute Phasen" nicht
Weit unter Wert

Es war die erwartet hohe Niederlage für FEB Amberg in der Kegel-Bundesliga im Heimspiel gegen den Weltpokalsieger Rot-Weiß Zerbst. Doch das letztendlich deutliche Endergebnis von 0:8 Mannschaftspunkten und 3550:3749 Holz spiegelt den wahren Spielverlauf nicht wider.

Im Startpaar gingen die Amberger Michael Wehner und Matthias Hüttner gegen Mathias Weber und Marcus Gerdau auf die Bahnen. Wehner lieferte sich gegen Weber ein Duell auf höchstem Niveau, doch der Zerbster holte sich verdient, wenn auch etwas glücklich mit 3:1 Sätzen bei 638:628 Holz den ersten Punkt für den Serienmeister aus Sachsen-Anhalt. Matthias Hüttner verpasste es, gegen Marcus Gerdau seine Möglichkeiten zu nutzen und so musste auch er sich mit 1:3 bei 587:609 geschlagen geben.

In der Mittelachse hatte Andreas Schwaiger gegen Axel Schondelmaier einen totalen Fehlstart. Doch in den folgenden Sätzen kämpfte sich der Amberger Kapitän ins Spiel zurück. Im letzten Durchgang verlor Schwaiger allerdings erneut den Faden und so setzte es folgerichtig mit 2:2 bei 586:613 Holz eine Niederlage. Auch Rainer Sattich kämpfte tapfer gegen Robert Heydrich um den Mannschaftspunkt, doch der Zerbster setzte im entscheidenden Augenblick die besseren Würfe und so holte Heydrich mit 2:2 Sätzen und 582:573 Holz den vierten Mannschaftspunkt für die Gäste.

Trotz des deutlichen Ergebnisses hatten sich die Amberger nicht schlecht verkauft. Daniel Beier und Bernd Klein ließen sogar die Hoffnung auf eine Überraschung aufkommen, als der Rückstand 60 Wurf vor Schluss nur noch 48 Kegel betrug. Doch während die Amberger mehr und mehr Probleme bekamen, drehten Timo Hoffman und Boris Benedik mehr und mehr auf. Somit musste sich Beier mit 2:2 bei 591:635 geschlagen geben und auch Bernd Klein blieb gegen den entfesselt aufspielenden Benedik nur eine Statistenrolle. Mit 0:4 und 585:672 war der Amberger nur zum Teil zufrieden.

Nach der Partie waren sich die Amberger einig, sicher zurecht gegen die "beste Mannschaft der Welt" verloren zu haben. Doch an diesem Tag hätten sie viel mehr aus der Situation machen können. "Wir hatten heute richtig gute Phasen, die wir nicht genutzt haben", ärgerte sich Kapitän Andreas Schwaiger. Doch eben diese guten Phasen machen Mut für die kommende Aufgabe in Breitengüßbach.
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