Fehlt nur noch der leibhaftige Minister

(zm) Wohlklingende Zuwendung tut immer gut. Offenbar möchte auch die Ministerialbürokratie nicht nur als schnödes Herrschaftsinstrument wahrgenommen werden. Lebensministerium Bayern, das ist doch viel näher dran am Menschen, als so ein gestelztes Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Vor der letzten Wahl war es noch das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Und da soll es dem Herrn Ministerpräsidenten in seiner vielgerühmten Spitzbübigkeit einfach so herausgerutscht sein. Von dem "Lebensminister" in seinem Kabinett soll er launig gesprochen haben. Das war aber nicht der Termin, als Horst Seehofer bei der CSU-Weihnachtsfeier 2012 der versammelten Journaille nicht minder scherzend steckte, was er eigentlich wirklich von seinem Kabinett hält. Als das damalige Umweltministerium also noch richtig viel näher an einem Lebensministerium dran war, weil eine gute Gesundheit bekanntlich ein langes Leben beschert, da stand Markus Söder an dessen Spitze. Der ist jetzt Heimat- und ein bisschen auch Finanzminister. Aber ohne Moos nichts los, also immer noch auch der heimliche Lebensminister. Schließlich hat der Söder schon immer gerne ein bisschen in fremden Revieren gewildert und soll sich sogar vor dem Platzhirschen nicht beeindrucken lassen. Wie im richtigen Leben halt.
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