Feuerwehr geht auf Brautschau

Momentan sind es 26 000 Frauen. Wenn jede von ihnen eine neue werben würde, wären sie insgesamt über 50 000. Alfons Weinzierl wäre aber auch schon mit 5000 zufrieden. Dann müsste lediglich jede fünfte eine Dame überzeugen, Mitglied zu werden.

Nein, der Vorsitzende des bayerischen Feuerwehrverbandes hat keinen Harem, den er vergrößern möchte. Vielmehr will er mehr Damen bewegen, sich der Feuerwehr anzuschließen. "5000 Frauen mehr im nächsten Jahr, das sollte unser Ziel sein", sagte er am Samstagmittag, als er auf dem Marktplatz mit Innenminister Joachim Herrmann die Aktionswoche eröffnete und zugleich den Startschuss für die Jahreskampagne zur Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung gab. Beides steht unter dem Thema "Frauen zur Feuerwehr".

Der Minister hatte ein Lob für die Amberger Feuerwehr parat, die heuer 150 Jahre alt wurde: "Sie ist stark und gut aufgestellt." Die Feuerwehr sei früher eine Männerdomäne gewesen. "Doch das ist Vergangenheit und muss Vergangenheit sein", sagte er und betonte: "Wir brauchen die Frauen." Bei der Feuerwehr könnten sie sowohl ihre berufliche Erfahrung als auch ihre sozialen Familienkompetenzen einbringen. Wie leistungsfähig Feuerwehren sind, welche Aufgaben sie nach Bränden, Unfällen und auch großen Katastrophen erfüllen, zeigten die Aktiven bei einer Aktionsmeile in der Altstadt. Auf dem Marktplatz wurde der Fire-Trainer vorgeführt, auf dem Eichenforstplatz sahen die Bürger, wie der Rettungsspreizer eingesetzt wird, um Unfallopfer aus den Fahrzeugen retten zu können. Das eine oder andere durften Interessierte dabei selbst ausprobieren. Auch andere Organisationen, zum Beispiel das Technische Hilfswerk und die Integrierte Leitstelle, stellten ihre Arbeit vor. (Angemerkt)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/ffw-am150
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