Finderglück und Lieblingsstücke

Diverse Ammoniten, Flussspat von Bach an der Donau und Calcit von Fichtenhof. Das Glück war den Mineralienfreunden heuer wieder hold. Bild: Hartl

Wenn es um seltene Steine geht, sind sie die Profis. Beim Jahresrückblick, zu dem die Vorsitzende der Mineralienfreunde Amberg-Sulzbach, Dr. Christine Paschen, in der Gaststätte "Alte Kaserne" viele Mitglieder begrüßte, wurden wieder einmal die schönsten Funde, aber auch Lieblingsstücke mit Erinnerungswert vorgestellt.

Diesmal waren mit Apollonia Glaser und Selina Strobl die älteste und die jüngste Sammlerin vertreten, deren Altersunterschied sage und schreibe acht Jahrzehnte ausmacht.

Selina hatte im zurückliegenden Jahr Finderglück mit mehrflächig kristallisiertem Flussspat von Bach an der Donau und Calcit von Fichtenhof. Ihr Ammonit von einem Acker bei Edelsfeld erweckte sogar den Neid manches "alten Hasen" unter den Fossilienexperten.

Ein "Ammonitenauftrieb"

Es kam zu einem regelrechten "Ammonitenauftrieb", da auch Fritz Schelenz einen großen und damit von dieser Fundstelle sehr seltenen Ammoniten aus Bischberg mitgebracht hatte.

Irene Kugler präsentierte neben weiteren Funden aus der Sammlung ihrer Eltern vom Bau des Rhein-Main-Donaukanals einen Ammoniten der Gattung Lithoceras und Rudolf Rath einen Ceratiten aus dem Muschelkalk bei Würzburg. Aber auch die Liebhaber von Mineralien kamen auf ihre Kosten, denn Ankerit aus Griechenland, ein Kugelfluorit aus Indien, Pyromorphit aus Frankreich und Coelestin aus Madagaskar dokumentieren die globalen Sammelinteressen von Fritz Schelenz.

Hans Schenk weckte mit Fluorit aus Bösenbrunn, Quarzkristallen aus der Johanneszeche bei Göpfersgrün und nadelfeinem Gips aus Teutschenthal bei vielen Anwesenden wehmütige Erinnerungen an drei nicht mehr existierende Fundstellen. Bergkristalle von der Hochalmspitze und ein Fischkopf aus den Plattenkalken von Eichstätt rundeten seine Präsentation eindrucksvoll ab.

Gustav Steyer, der 2. Vorsitzende der Mineralienfreunde, konnte sich 2015 über eine Stufe mit "Eisenrosen" - einem in typischer Form ausgebildeten Hämatit - freuen, die er trotz langjähriger Sammeltätigkeit in den Alpen erst dieses Jahr im Felbertal bergen konnte. Dass selbst Flohmärkte erfolgreiche Fundpunkte sein können, bewies seine Frau mit einer Goldstufe aus Rumänien.

Gäste willkommen

Auch im Jahr 2016 werden Vorträge bei der Amberg-Sulzbacher Gruppe der Vereinigung für Mineralogie und Geologie die Möglichkeit bieten, sich über vielfältige Aspekte dieser Wissensgebiete zu informieren.

Gäste sind bei den Treffen und Vorträgen, die außer August normalerweise jeden vierten Freitag im Monat stattfinden, jederzeit willkommen. Die genauen Themen werden jeweils bei den Terminen der Amberger Zeitung veröffentlicht.
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