Flammen mit Milch gelöscht

Symbolisch ging das Milchgeld der Bauern bei Kienlohe in Flammen auf. Die Landwirte wollen damit darauf aufmerksam machen, dass der derzeit erzielbare Preis ihrer Ansicht nach in den Ruin führt. Bild: gf

Ihr Milchgeld verbrannten am Donnerstag symbolisch die Milchviehhalter auf dem Gelände der Kartoffeltrocknungsanlage in Kienlohe. Anschließend wurde der brennende Strohhaufen mit Milch wieder abgelöscht.

Helmut Graf, der örtliche Teamleiter des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, meinte, man müsse den Agrarministern in der EU "endlich in den Arsch treten", damit sich nicht weiterhin alles im Kreise drehe. Einem Landwirt, der etwa 70 Milchkühe im Stall stehen habe und jährlich um 500 000 Liter Milch liefere, entgingen bei den derzeit niedrigen Milchpreisen dank verfehlter Agrarpolitik um die 75 000 Euro im Jahr, die dringend für Investitionen gebraucht werden.

"Wir Bauern ersaufen in der überschüssigen Milch und unseren Schulden", wetterte Helmut Graf vor Landwirten aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Bayreuth. Der bundesweite Protest der Milchbauern zielt auf die Agrarministertagung ab, die für Anfang nächster Woche nach Brüssel einberufen wurde.
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