Flammendes Plädoyer von Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik für das Dienstleistungszentrum ...
Mit dem Großprojekt Quelle vergleichbar

In der Marienstraße "brummt" es, oft sehr zum Leidwesen der Leute, die einen Parkplatz suchen. Die Altlastensanierung gleich um die Ecke ist voraussichtlich Anfang Juli beendet. Bild: Hartl

Für Karlheinz Brandelik leitet die im vergangenen Jahr begonnene und gut fünf Millionen Euro kostende Altlastensanierung vor der Arbeitsagentur "den Schluss-Choral einer außergewöhnlichen Entwicklungsmaßnahme am Wirtschaftsstandort Amberg ein". Am Montag in der Stadtratssitzung brach der Gewerbebau-Geschäftsführer eine Lanze für das Dienstleistungszentrum Baumanngelände und sprach dabei von einer "Erfolgsgeschichte", die mit den Stadtratsbeschlüssen in den 90er-Jahren begonnen habe.

Brandelik weiß sehr wohl, dass die Ansichten über dieses Konstrukt am Altstadtrand geteilt sind. Das, so merkte er an, werde den dort tätigen Ärzten und Dienstleistern, "vor allem aber der für unsere Bürger bereitstehenden Versorgungsqualität in keinster Weise gerecht". Die ewiggestrige Meinung einer "Blutspur von der Altstadt in die Marienstraße" (Titel eines AZ-Berichts vom 27. Juni 1998) müsse endlich abgelegt werden, forderte er.

Gedanken, aus der Altstadt abzuwandern, seien schon damals bei dem einen oder anderen Dienstleister vorhanden gewesen. Mit der Marienstraße habe ein Wechsel auf die grüne Wiese verhindert werden können. Er, Brandelik, sei der Überzeugung, dass man einen derartigen fachärztlichen Versorgungsgrad wie auf dem Baumanngelände "nicht nur in vergleichbaren Städten weit über die Oberpfalz hinaus wohl nicht so schnell finden wird". Und "auch die Revitalisierungsmaßnahme an sich lässt sich mit Großprojekten wie Quelle Nürnberg oder Ähnlichem vergleichen".

Brandelik hatte auch eine aktuelle Umfrage (Rücklaufquote 54 Prozent) bei allen Praxen und Dienstleistern mitgebracht. In den zehn Gebäuden mit rund 30 000 Quadratmetern Nutzfläche würden monatlich rund 85 000 Besucher gezählt. Dass eine große Mehrheit die Parkplatzsituation kritisiert, verschwieg Brandelik nicht. Sein Appell an die Räte: "Lassen Sie uns gemeinsam darauf aufbauen, dass sich unsere Innenstadt über die Stadtmauer hinaus erweitert hat, und lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, beide Bereiche mit den jeweils erforderlichen Maßnahmen für die Zukunft zu stärken - um die Worte unseres Oberbürgermeisters zu gebrauchen, zu verheiraten."
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