Florian Christl sucht sich Sponsoren per Crowdfunding im Netz
Student lässt sich kaufen

"Wenn ich es so verwirklichen will, wie ich es mir vorstelle, dann brauche ich mehr Kapital", betont Florian Christl.

Florian Christl ist ein "armer Student", sagt er selbst. 1000 Euro für ein Projekt einfach so locker zu machen geht leider gar nicht. Was also tun, wenn sich die Kreativität nicht an Kontostände hält, sondern raus muss? Man sucht sich Sponsoren - in seinem Fall per Crowdfunding im Netz.

Der Amberger studiert an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Medientechnik und Medienproduktion. Allerdings ist er auch "leidenschaftlicher Komponist und Pianist". Mit sechs bekommt er seine erste Klavierstunde. Ab da lassen ihn die Tasten nicht mehr los. 2010 macht Florian Christl Abitur am Max-Reger-Gymnasium. Seine steten Begleiter sind die Lieder im Kopf. Er gründet Anfang 2013 ein Streicher-Ensemble, um seine Kompositionen auch live aufführen zu können. "Ich hab' halt mal so herumgefragt, wer dazu Lust hat." Er findet die Musiker an seiner ehemaligen Schule. Nach zwei Jahren intensiver Proben und vieler regionaler Konzerte ist es für ihn an der Zeit, das erste Album mit dem Ensemble aufzunehmen.

13 selbst geschriebene Stücke sollen professionell produziert und auf Scheibe gepresst werden. "Na ja, das ist als Student schon so eine Sache", sagt er. Und es ist klar, dass es ums Geld geht. Deshalb gründet der 24-Jährige auf der Internet-Plattform Startnext eine Kampagne (Link zur Kampagne auf Startnext) mit dem Ziel, bis Montag, 27. April, 1000 Euro zu sammeln. Falls die Summe erreicht wird, ist das Projekt finanziert und "wir erhalten das gesammelte Geld, um unser Album fertigzustellen und offene Kosten zu decken". Das sind beispielsweise Rechnungen für Studio, Druck, Pressung oder Fotografen für das Cover aber auch Veröffentlichungen auf Werbe-Plattformen wie Itunes oder Spotify. Das Ziel von 1000 Euro sei aber keine Obergrenze. "Das Projekt kann auch überfinanziert werden, was uns natürlich noch mehr entlasten würde, da mittlerweile auch schon ein Großteil an Eigenkapital in die Album-Produktion geflossen ist", erklärt der 24-Jährige. Schnell war klar: "Wenn ich es so verwirklichen will, wie ich es mir vorstelle, dann brauche ich mehr Kapital." Als freiberuflicher Komponist arrangiert Florian Christl bisher Musik für Kurz- oder Imagefilme. Sein Vorbild ist Ludovico Einandi, der die Filmmusik für "Ziemlich beste Freunde" geschrieben hat. Er mache das so ähnlich: Piano und Streicher, "alles ein bisschen ruhiger".

839 Euro hat Florian schon zusammen. Die Unterstützer kaufen nach dem Prinzip von Startnext sogenannte Dankeschöns: Grußkarten (fünf Euro), CDs (ab zehn Euro), Karten zum Release-Konzert (35 Euro), die Veröffentlichung des eigenen Namens im Booklet (60 Euro) oder zum Beispiel ein Privatkonzert (500 Euro).

Weitere Informationen im Internet auf www.florianchristl.de
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