Forum keine Ausnahme
Angemerkt

Studien über die mögliche Attraktivitätssteigerung von ausblutenden Innenstädten gibt es zuhauf. Wohl keine davon beschäftigt sich aber mit dem Verhältnis zwischen Mülleimern und Leerständen. Warum auch? Wer sollte sich für diese Zahlen interessieren? Wir! Wir tun das. Sagen sie doch relativ viel darüber aus, ob eine Fußgängerzone oder Flaniermeile beliebt und bevölkert ist. Wie groß die Unterschiede in Amberg sein können, zeigt unser Spaziergang.

Der Teil der Georgenstraße, der zwischen Krambrücke und Roßmarkt liegt, hat mit der ehemaligen Adler Apotheke nur einen einzigen ungenutzten Laden zu bieten, dafür aber fünf Mistkübel. Ganz anders die Bahnhofstraße, die sich längst den Titel Sorgenkind Nummer eins gesichert hat. Zwischen ehemaligem Lieret und Wöhrl-Plaza gibt es aktuell zwar "nur" vier Leerstände, dazu zählen aber ein brachliegendes altes Bürgerspitalareal und das leidige Forum-Dauerthema. Parallel dazu gibt es in dieser Ecke kaum eine Chance, Reste von Verpackungen legal zu entsorgen.

Es scheint also durchaus einen Zusammenhang zwischen Leerständen und Mülleimern zu geben. Jetzt deswegen mehr Abfallcontainer aufzustellen, wäre aber sicherlich der falsche Ansatz. Denn das Beängstigende ist eher die Tatsache, dass es entlang der Hauptachse zwischen Bahnhof und Malteserplatz abgesehen vom Forum noch weitere elf Leerstände gibt.



Im Blickpunkt Nachbohren beim CSU-Parteitag

Amberg. (upl) Was ist aus den Plänen für die Umgestaltung des Amberger Bahnhofes geworden? Wann werden die Gleise und die Bahnbrücken erneuert? Beim Parteitag in Nürnberg bohrten Bundestagsabgeordneter Alois Karl und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Stefan Braun, laut Pressemitteilung der CSU in diesen Fragen nach. Die beiden hätten die Gelegenheit genutzt, mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel über diese Projekte zu sprechen.

Karl habe besonders für die Ertüchtigung der Bahnlinie von Nürnberg über Amberg nach Schwandorf und weiter nach Prag geworben. "Die gesamte Region steht hinter dieser Forderung", wird der Abgeordnete zitiert. Den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs habe Stefan Braun in den Fokus gerückt. "Ich sehe die Bahn in der Verantwortung, in der größten Stadt der mittleren Oberpfalz eine behindertengerechte Zu- und Aussteigemöglichkeit zu schaffen."
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