Frauen-Union Oberpfalz diskutiert über Inklusion
Leistung entscheidet, nicht das Handicap

Das Thema Inklusion war Schwerpunkt der Vorstandsklausur der Frauen-Union Oberpfalz. Dazu besuchten die Teilnehmerinnen die Firma Moedel in Amberg. Sie stellt Leit- und Ortungssysteme her und hat die Produktpalette vor fünf Jahren um barrierefreie Systeme erweitert. So gehören etwa tastbare Lagepläne, taktile Bodenleitsysteme, und Türschilder mit erhabenen Raumnummern und Braille-Schrift zum Sortiment. Moedel ist ein Familienunternehmen in zweiter Generation und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.

Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer informierte über den bayerischen Weg der Inklusion in Schulen. Für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf gebe es in der Oberpfalz 80 Kooperationsklassen, 56 offene Klassen der Förderschule (Stand Schuljahr 2013/14) und 164 staatliche Regelschulen mit dem Profil Inklusion. Über ihre Arbeit zum geplanten Bundesteilhabegesetz im Bundestag berichtete Astrid Freudenstein (Regensburg): "Inklusion im Bereich der Arbeitswelt funktioniert nur, wenn wir Unternehmen finden, die Menschen mit Behinderung auch einstellen." Außerdem müsse man sich von einem defizitorientierten Begriff verabschieden: "Wir dürfen nicht immer darüber diskutieren, was Menschen mit Handicap nicht können, sondern müssen aufzeigen was sie leisten."

Die FU-Bezirksvorsitzende Barbara Lanzinger sprach sich beim weiteren Thema Prostituiertenschutzgesetz für die Anmeldepflicht für Prostituierte aus: "Die ist unabdingbar, die Grundlage für alle weiteren Forderungen." Derzeit befindet sich der Gesetzentwurf zum Prostituiertenschutz in der Ressortabstimmung.
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