Frauendorfer übernimmt

Die Spitze der Amberger Frauen-Union mit (von links) Kathrin Fischer, Hedwig Gerl, Stadträtin Gertraud Neiswirth, Beate Wollmann, Susanne Herding, Michaela Frauendorfer, Elfriede Schlagenhaufer, Andrea Widder, Karen Keppler, Berit Bouschery und Bundestagsabgeordneter Barbara Lanzinger. Bild: ele

Generationswechsel bei der Frauen-Union: Stadträtin Michaela Frauendorfer führt den Kreisverband Amberg-Stadt in die Zukunft.

(ele) "Nach zehn Jahren muss auch einmal Schluss sein. Wir haben enorm viel gemacht, viel Zeit und Herzblut in unsere Arbeit investiert." Mit diesen Worten verabschiedete sich Vorsitzende Evi Bauer-König von ihrem Team. Bei den Neuwahlen bestimmten die Mitglieder der Frauen-Union Stadträtin Michaela Frauendorfer einstimmig zur neuen Kreisvorsitzenden.

Erste Amtshandlung war der Dank an ihre Vorgängerin für ihre "hervorragende Arbeit". Frauendorfer fügte die Bitte an, die beliebten mehrtägigen Kulturfahrten weiter zu organisieren. Obwohl nur 30 Minuten eingeplant waren, fesselte Oberbürgermeister Michael Cerny seine Zuhörerinnen eine knappe Stunde lang mit Infos aus dem Rathaus. "Habt's no a bissl Zeit?" rückversicherte sich Cerny zwischendurch immer wieder. "Große Gewerbeflächen werden gebraucht", stellte er fest - hier böten sich die von Siemens abgegebenen über 30 000 Quadratmeter Gewerbefläche an der Fuggerstraße an. Auch das interkommunale Gewerbegebiet mit der Gemeinde Ursensollen sei ein Thema.

Weiter spannte Cerny den Bogen zu Leopoldkaserne und zum Bundeswehrkrankenhaus. "Wir wollen ganz sicher keine High-Risc-Geschäfte machen. Die Stadt möchte das Gelände schon gerne einer Nutzung zuführen, aber bei den Preisvorstellungen sind wir sicher noch weit voneinander entfernt." Bei der Leopoldkaserne komme der Bund der Stadt entgegen, die Kommune habe das Vorkaufsrecht - aber der Bund könne letzten Endes doch den Preis bestimmen.

Cerny unterstrich, dass in der "Altstadt Kultur, Gastronomie, Wohnen und Gewerbe zusammenfließen sollten. "Wir haben hier alles, das ist fantastisch - aber manchmal kracht's dann halt auch." Die Stadt versuche, eine für alle annehmbare Lösung zu finden. Hinsichtlich der Marienstraße war sich der Stadtchef sicher, dass nach zweieinhalb Jahrzehnten das "Ziel erreicht wurde." Was sich hier speziell im ärztlichen Bereich angesiedelt habe, sei einmalig in der nördlichen Oberpfalz. Für den Bahnhof wünscht sich Cerny eine Mobilitätsdrehscheibe. Demnächst stehe deswegen ein Termin beim Innenministerium in München an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.