Freiheit heißt auch Teilhabe
Angemerkt

Es ist und bleibt ein Dauerthema: die Barrierefreiheit. Ob am Bahnhof, irgendwo in der Innenstadt oder in kulturellen Einrichtungen: Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, tun sich vielfach extrem schwer, irgendwo hinzukommen. SPD-Stadträtin Hannelore Zapf hat vollkommen recht, wenn sie es als "beschämend" bezeichnet, dass ausgerechnet bei "Ziemlich beste Freunde" eine Rollstuhlfahrerin die Theateraufführung nicht ansehen kann, weil sie eben nicht an den Ort des Geschehens kommt.

Barrierefreiheit bedeutet auch, den Betroffenen eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen, am gesellschaftlichen wie am kulturellen. Holpriges Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten und Türschwellen: Für Rollstuhlfahrer sind das Hürden, denen sie tagtäglich begegnen und mit denen sie zu kämpfen haben, wenn sie in der Stadt unterwegs sind.

Ob Ausstellung im ersten Stock des Stadtmuseums oder Besuch einer Vorstellung im Stadttheater (und eben nicht nur, wenn es wie bei "Ziemlich beste Freunde" um Rollstuhlfahrer geht) - für die Mehrzahl der Bürger ist das eine Selbstverständlichkeit. Das sollte es auch für all jene sein, die auf Rollstühle angewiesen sind. Denn Barrierefreiheit bedeutet für sie auch die Teilhabe am täglichen Leben.

Dass in die Planungen zur Umsetzung der Barrierefreiheit der kulturellen Einrichtungen das Bündnis für Integration eingebunden wird, ist wichtig - denn das heißt, Menschen zu fragen, die von der Barriere-Unfreiheit betroffen sind und damit momentan noch leben müssen.

kristina.sandig@zeitung.org

Polizeibericht

Unfall: Amberger stirbt bei Parsberg

Amberg/Parsberg. (san) Ein 69-jähriger Motorradfahrer aus Amberg ist nach einem schweren Verkehrsunfall an der Autobahn-Anschlussstelle Parsberg verstorben. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz wollte am Mittwoch um 14.50 Uhr ein 67-Jähriger mit seinem Fahrzeug von der Staatsstraße 2234 nach links auf die Autobahn in Richtung Nürnberg einbiegen.

Dabei übersah er den ihm entgegenkommenden Motorradfahrer, dessen Yamaha in den abbiegenden Audi prallte. Der Amberger wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert und blieb mit schwersten Verletzungen auf der Fahrbahn liegen. Ein Rettungshubschrauber flog den Mann in eine Regensburger Klinik, wo er in der Nacht zum Donnerstag gegen 1 Uhr verstarb.
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