Freistaat stärkt Barrierefreiheit: MdL Schwartz berät sich mit Schilderfabrik Moedel
Keine Barriere für Sehbehinderte

Das Thema Barrierefreiheit spielt in der Öffentlichkeit eine immer größere Rolle. Bereits 2003 hat die Staatsregierung das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft gesetzt. "Vergangenes Jahr haben wir das Programm ,Bayern barrierefrei 2023' beschlossen", berichtete Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz (CSU) bei einem Besuch der Amberger Schilderfabrikation Moedel.

Ziel der Christsozialen dabei ist nach seinen Worten, "Barrieren in den drei wichtigsten Handlungsfeldern Mobilität, Bildung und öffentlich zugängliche staatliche Gebäude abzubauen". Unternehmensgründer Helmut Moedel und seine beiden Söhne Christian und Martin Moedel betonten, dass bei diesem Thema eine möglichst optimale Beschilderung von hoher Bedeutung ist.

Der Bereich für Sehbehinderte wird nach ihrer Beobachtung in der öffentlichen Planung gelegentlich etwas vernachlässigt. Laut Christian Moedel ist hier eine Kombination aus Sehen und Tasten erforderlich. "Die sogenannten taktilen Lösungen sind ideal und sollten aus unserer Sicht häufiger zum Einsatz kommen. Egal, ob Übersichtspläne, Türschilder, Bodenindikatoren, Treppenmarkierungen oder Handlaufbeschriftungen - Informationen, die durch mehrere Sinne aufgenommen werden, führen alle Personen schneller ans Ziel. Taktile Informationselemente leisten genau das, denn sie sind sowohl mit dem Auge als auch mit der Hand wahrnehmbar", erläuterte Moedel.

"Gerade weil eine Vielzahl von Sinneseindrücken mit den Augen wahrgenommen wird, ist eine derartige Beschilderung wichtig", fand Schwartz. Er sprach sich dafür aus, "für eine breite Inklusion die nötigen Strukturen zu schaffen, um allen Menschen mit Behinderung, besonders Sehbehinderten, ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben zu gewährleisten".
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