Freudenberg stürmt den Gipfel

Torjäger Florian Danzer vom SC Germania Amberg (Mitte) bejubelt seinen Führungstreffer zum 1:0, während der Rosenberger Kapitän Benjamin Stöckl (links hinten) und Mittelfeldspieler Sebastian Dandorfer (rechts hinten) betreten dreinschauen. Bild: Ziegler

Nach einer überraschend klaren 0:5-Niederlage gegen Germania Amberg muss der TuS Rosenberg den Thron in der Kreisliga Süd räumen. Am anderen Ende der Tabelle fällt drei Spieltage vor Saisonende die erste Entscheidung.

(frü) Der FC Luhe-Markt ist auch rechnerisch nicht mehr zu retten. Nach der 0:2-Niederlage gegen Ursensollen sind es zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz - bei noch drei ausstehenden Spielen in der Fußball-Kreisliga Süd. Ein Befreiungsschlag im Tabellenkeller gelang dagegen dem SV Inter Bergsteig Amberg, der den Mitkonkurrenten SV Loderhof/Sulzbach mit 4:2 besiegte. Im zweiten Abstiegsduell spielten der FC Edelsfeld und die TSG Weiherhammer 1:1 unentschieden. Von der Spitze grüßt das erste Mal in dieser Saison der SV Freudenberg. Die Elf von Spielertrainer Florian Neiß gewann bei der DJK Utzenhofen mit 3:0 und zog am TuS Rosenberg vorbei. Der belegte seit Ende August den ersten Platz und unterlag am Sonntag dem SC Germania Amberg unerwartet deutlich mit 0:5.

TuS Rosenberg       0:5 (0:2)       Germania Amberg
Tore: 0:1/0:2 (16./32.) Florian Danzer, 0:3 (48.) Hermann Kohl, 0:4 (59.) Thomas Ficarra, 0:5 (88.) Patrick Wagner - SR: Reinhard Wiesmeth - Zuschauer: 140.

(kok) Zwei Geschenke der Rosenberger Hintermannschaft nutzte Germania-Torjäger Florian Danzer zur 2:0-Führung der Gäste. Nach einem Eckball erhöhte Hermann Kohl per Kopf auf 0:3 (47.) Bei der Heimelf lief an diesem Tag nichts zusammen, so dass die Gäste durch Ficarra und Wagner das Ergebnis noch auf 0:5 hochschrauben konnten.

SSV Paulsdorf       4:1 (1:1)       TuS Kastl
Tore: 0:1 (2.) Kadime Liebeskind, 1:1 (28.) Peter Schmidl, 2:1 (47.) Christian Schreier, 3:1 (80.) Peter Schmidl, 4:1 (82./Foulelfmeter) Tobias Scherm - SR: Andre Gilch (FC Freihung) - Zuschauer: 70.

(ac) Trotz eines frühen Rückstands gewann der SSV Paulsdorf gegen einen ersatzgeschwächten TuS Kastl am Ende klar mit 4:1. Allerdings dauerte es eine Weile, ehe die Platzherren ins Spiel fanden. Die Gäste spielten nach der Führung selbstbewusst auf und waren stets gefährlich. Erst nach dem Ausgleich durch Kapitän Peter Schmidl, der einen Eckball von Sebastian Fruth verwandelte, kam langsam Sicherheit in die Aktionen des SSV.

Gleich nach der Pause wurde Christian Schreier erneut von Fruth klug freigespielt und spitzelte den Ball am herausstürzenden Max Bleisteiner vorbei ins Kastler Tor zur Führung (46.). Wenig später erlief sich Tobias Scherm einen Rückpass der Gäste, doch aus spitzem Winkel schoss er am leeren Tor vorbei. Der stets gefährliche Liebeskind hatte für Kastl noch einmal eine Einschussgelegenheit (70.), ehe die Paulsdorfer mit einem Doppelschlag alles klar machten. Zunächst war Schmidl nach einem Eckball von Fruth wieder zur Stelle und markierte das 3:1 (80.). Tobias Scherm verwandelte einen an ihm verursachten Strafstoß zum beruhigenden 4:1 (82.). Sebastian Fruth hätte seine starke Leistung krönen können, scheiterte aber aus zwölf Metern am guten Bleisteiner.

SV Schmidmühlen       1:4 (0:2)       SVL Traßlberg
Tore: 0:1 (18.) Pascal Behringer, 0:2 (42.) Thomas Behrend, 1:2 (73.) Daniel Liebchen, 1:3 (80.) Thomas Behrend, 1:4 (90.) Pascal Behringer - SR: David Seefried - Zuschauer: 80.

(fop) Schmidmühlen taumelt weiter in Richtung Relegationsplatz. Trainer Marco Eckstein musste wegen Verletzungen und Urlaub erneut auf vier Positionen umstellen, die Folgen zeigten im Spielaufbau und in der mangelnden Absprache untereinander. Nach einem 60-Meter-Pass konnte ein Traßlberger den Ball in Ruhe annehmen - und Pascal Behringer verwertete die Hereingabe zum 0:1 (18.). In der 33. Minute hätte Schmidmühlen ausgleichen müssen, als nach einer verunglückten Rückgabe Christopher Roidl allein vor dem Gästetor war. Doch er hob den Ball über das Gehäuse. Kurz vor der Pause das 0:2, als Thomas Behrend nach einem Querpass aus abseitsverdächtiger Position traf. Nach der Pause spielte Andreas Weiß in der Offensive, was sich positiv bemerkbar machte. Der Druck war deutlich höher und so fiel fast zwangsläufig das 1:2 (73.) durch Daniel Liebchen. Schmidmühlen warf nun alles nach vorne und wurde zweimal klassisch ausgekontert. Das 1:3 (80.) durch Thomas Behrend und das 1:4 (90.) durch Pascal Behringer waren die Folge. Sollte sich das Lazarett nicht bald lichten, wird Schmidmühlen nur die Hoffnung bleiben, dass die anderen Mannschaften die derzeitigen 29 Punkte nicht erreichen.

DJK Utzenhofen       0:3 (0:1)       SV Freudenberg
Tore: 0:1/0:2 (15./67. Foulelfmeter) Dominik Meier, 0:3 (77.) Johannes Köbler - SR: Johann Bauer (DJK Rohr) - Zuschauer: 85.

(aun) Zahlreiche Verletzte, dazu die Rotsperre von Michael Geitner aus dem Freitagsspiel - die DJK Utzenhofen trat stark ersatzgeschwächt an. Insgesamt fehlten Spielertrainer Yilmaz Topcu sieben Akteure aus der ersten Mannschaft und zu allem Überfluss verletzten sich in dieser Partie zwei weitere.

Die Gastgeber konnten zwar spielerisch mithalten, erarbeiteten sich auch gute Einschussmöglichkeiten, doch das Freudenberger Gehäuse war wie vernagelt. Die Gäste gingen bereits in der 15. Minute in Führung, als Dominik Meier den Ball von der Auslinie an DJK-Torhüter Thomas Ehrnsberger vorbei ins hintere Tordreieck zirkelte.

In der 67. Minute verursachte Christian Graf mit einem langen Bein einen Foulelfmeter, den Dominik Meier zum 0:2 verwandelte. Jetzt war der Siegeswillen der Hausherren gebrochen. Das 0:3 in der 77. Minute fiel nach einem Konter, als Utzenhofen alles nach vorne geworfen hatte und Johannes Köbler alleine auf Torwart Ehrnsberger zusteuerte und vollendete.

FC Edelsfeld       1:1 (0:0)       TSG Weiherhammer
Tore: 1:0 (49.) Alexander Heldrich, 1:1 (83.) Christoph Vater - SR: Alexander Pott - Zuschauer: 132.

(aja) Beide Mannschaften schenkten sich nichts und kämpften verbissen um die Punkte. Das Team vom Hahnenkamm war in der ersten Hälfte feldüberlegen. Der Führungstreffer fiel aber erst nach der Pause: In der 49. Minute holte sich Eric Pridgen einen verlorenen Ball zurück, schlug einen langen Pass auf Patrick Dehling, der bediente Spielertrainer Alexander Heldrich, der gekonnt den Ball über Torwart Sebastian Schwirzer lupfte - 1:0. In der Folgezeit verflachte das Spiel des FCE immer stärker, doch Weiherhammer hatte keine ernstzunehmende Möglichkeit. Bis zur 83. Minute: Nach einem 30-Meter-Freistoß kam der Ball in den Strafraum zu Christoph Vater, der zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Nun mobilisierten die Edelsfelder noch einmal die Kräfte, schafften den Siegtreffer aber nicht mehr.

SV Loderhof       2:4 (0:2)       Inter Amberg
Tore: 0:1 (10.) Albert Sejdiu, 0:2 (29.) Andrej Dauer, 0:3 (56.) Eigentor, 1:3 (70.) Johannes Müller, 1:4 (86.) David Kubik, 2:4 (89.) Johannes Müller - SR: Gerd Rösel (Alfeld) - Zuschauer: 50.

(bt) Torhüter Alexander Hubmann bewahrte den SV Loderhof/Sulzbach vor einer noch höheren Niederlage. Ohne dass die Gäste alles geben mussten, führten sie zur Pause bereits mit 2:0. Die erste nennenswerte Chance hatten die Hausherren erst nach rund 20 Minuten. Nach der Pause wollte Inter Bergsteig sehr schnell die Entscheidung erzwingen, doch die Hausherren setzen sich erstmals mit allen Kräften zur Wehr. Ein Eigentor, das zum dritten Treffer der Gäste führte, beendete dieses Bemühen. Erst 20 Minuten vor dem Ende wurden die Anstrengungen durch das 1:3 durch Johannes Müller belohnt. Für die endgültige Entscheidung sorgte wenige Minuten vor dem Abpfiff David Kubik mit dem 1:4. Das Kopfballtor in der letzten Minute wiederum durch Johannes Müller bedeutete nur noch eine Resultatverbesserung.

FC Luhe-Markt       0:2 (0:2)       DJK Ursensollen
Tore: 0:1/0:2 (20./36.) Jiri Abel - SR: Sebastian Seidl -Zuschauer: 110.

(hfz) Ganz so einfach wie im Hinspiel machte es der FC Luhe-Markt der DJK Ursensollen nicht. Die Gäste versuchten zwar das Spiel zu machen, taten sich gegen das kompakte FC-Mittelfeld aber schwer. In der 20. Minute fand Ursensollen eine Lücke in der Abwehr. Abel wurde mit schönem Pass in die Tiefe freigespielt und verwandelte aus halblinker Position ins lange Eck zum 0:1. Nach einer Ecke war es wieder Abel, der das 0:2 erzielte (36.). In der zweiten Hälfte war das Spiel ausgeglichen. Beide Mannschaften ließen keine großen Chancen zu. Für Ursensollen traf zwar Michal Vanous aus 25 Meter die Querlatte, aber danach war nicht mehr viel von den Gästen zu sehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.