Fünfjähriger Stier "wohnt" nun im Leonie-Gelände
"Wolle" heißt der neue Rinder-Boss

Jung, kräftig und hoffentlich voller Tatendrang, so soll der neue Leitstier "Wolle" die Rinderherde auf Leonie kräftig "aufmischen". Bild: swt
Sein Name klingt kuschelig, sein Fell sieht auch so aus, doch rein gar nichts sonst am neuen Mitglied der Auerbacher Heckrinderherde im Naturschutzgebiet Leonie ist zum Schmusen.

"Wolle" heißt der fünf Jahre alte Stier, der am Wochenende nahe Reichenbach ins Gelände bei Auerbach entlassen wurde. Er soll frisches Blut in die Rinderherde bringen. Deckstier "Ajax", der in den vergangenen Jahren für Nachwuchs sorgte, wurde im Austausch zu "Wolles" bisherigem Areal bei Koblenz gebracht.

Die Betreiber des Weideprojekts Leonie e.V. wollen mit dem Einsatz eines neuen Jungbullen gesundheitlichen Schäden durch Inzucht vorbeugen. Deshalb machte sich am Samstagvormittag ein kleines Team auf nach Koblenz zum Weidegebiet Schmidtenhöhe. Dort betreibt der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz seit 2009 ein 130 Hektar großes Gelände, auf dem Heckrinder ähnlich wie auf Leonie leben.

Auf dem ehemaligen Panzerübungsplatzgelände haben die Tiere, die dem Auerochsen sehr ähnlich sind, ein weitreichendes Areal, wo sie leben, fressen und Nachwuchs zeugen. So wie eben im Naturschutzgebiet Leonie. Dorthin brachten die Helfer den neuen Leitstier, der am späten Sonntagnachmittag ins Freie entlassen wurde.
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