Für gutes Wetter besitzt Bürgermeister Martin Preuß offensichtlich ein Abo. Genau wie im Vorjahr strahlte der Schirmherr beim Schlepper- und Oldtimer-Club Oberpfalz mit der Sonne in Schäflohe um die Wette.
Promilleweg führt zu Pokalen

Immer wieder ein sehenswertes Motiv: Die Ausfahrt in Richtung Alteglsee und zurück zum Ausgangspunkt in Schäflohe. Bilder: gf (2)
(gfr) Nicht ganz so viele historische Vehikel rollten zur 17. Auflage des Treffens an, aber mit 135 Fahrzeugen war Johann Rubenbauer, der Vorsitzende der Schlepper- und Oldtimerfreunde Oberpfalz, durchaus zufrieden. In Reih und Glied parkten die grünen Fendt, die grauen Eicher oder Kramer.Sogar Porsche-Traktoren hat es vor Jahrzehnten gegeben. Im traditionellen Blau fuhren die Lanz-Bulldogs vor; einige wie aus dem Ei gepellt. Anderen sah man ihr Arbeitsleben über 50 oder 60 Jahre schon an. Absoluter Oldie war ein Kramer, der 1936 das Werk verließ. Gerade einmal 18 PS schaffte der 1,6-Liter-Diesel. Der Fahrer kuppelt mit dem rechten Fuß und bremst mit dem linken; Gas gibt er am Handhebel. Sein Besitzer wollte dem betagten Traktor die Anfahrt auf eigenen Rädern nicht zumuten. Deshalb stand er auf einem Hänger.

Neugierig streiften unzählige Besucher den Fuhrpark und fachsimpelten mit den stolzen Besitzern. Bürgermeister Martin Preuß unterstrich, dass die Stadt gerne Gastgeber für dieses Schleppertreffen sei. Er selbst erinnere sich aus seiner Jugendzeit noch an dieses oder jenes Modell, das damals unterwegs war.

Zum Schleppertreffen gehört eine Ausfahrt, die auf der Parallelstraße zur B 85 Richtung Alteglsee führte. Auf dem sogenannten Promilleweg ging es zurück nach Schäflohe, wo es auf dem Festplatz Pokale für Meistbeteiligung und älteste Fahrzeuge gab. Trotz sengender Hitze hatte der Schmied Erich Fromm aus Sauheim seine Esse befeuert, bog glühende Stahlfedern gerade, um daraus Meißel zu schmieden. Ein uraltes Handwerk, das allmählich in Vergessenheit zu geraten droht.
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