Ganz neue Einblicke in die Unterwelt

Heute kann man manchmal den Eindruck bekommen, dass sich die ganze Wissenschaft von den Fossilien im anglo-amerikanischen Bereich entwickelt hätte. Dem war aber nicht so.

Als der Uttenreuther Pfarrer Johann Friedrich Esper sein Hauptwerk über die Knochenfunde in den Höhlen der Fränkischen Schweiz veröffentlichte, schlug das international ein wie eine Bombe.

Auch wenn heutzutage andere für sich das Verdienst beanspruchen, das Erdalter richtig geschätzt zu haben, so war es doch eben dieser Esper, der als Erster angesichts seiner einfachen Überlegungen sich ein Erdalter von über einer Milliarde Jahren vorstellen konnte - und das zu einer Zeit, wo viele noch nicht einmal glaubten, dass die Erde älter als viertausend Jahre sei. Neben der Zoolithenhöhle war die der Sophienhöhle gegenüber liegende Ludwigshöhle Ziel der Forschungen. William Buckland - der "Erfinder" der Dinosaurier kam extra aus England angereist, um hier zu graben.

Am morgigen Sonntag, 28. September, beginnt um 16.15 Uhr am Eingang der Sophienhöhle im Naturparadies Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz eine rund 90-minütige Sonderführung in der Sophienhöhle zum Tag des Geotops. Bei dieser Sonderführung stehen einmal nicht die Tropfsteine im Mittelpunkt, sondern die Geschichte der Speläologie, also der Wissenschaft über Höhlen mit allen angrenzenden Gebieten in der Fränkischen Schweiz. Es wird ein ganz besonderes Erlebnis mit - im Wortsinn - etwas tiefer gehendem Anspruch als die regulär stattfindenden Führungen.

Im Anschluss an die Führung empfiehlt sich um 18 Uhr ein deftiges "Wildschwein-Grillbüfett" im Rittersaal der Burg Rabenstein.
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