Ganz und gar nicht chancenlos

Korb oder nicht Korb? Gebannt blicken die Spieler des RSC Amberg (weiße Trikots) und des SKV Ravensburg dem Ball hinterher. Bild: Ziegler

Große Hoffnungen auf Punkte haben die Amberger Rollstuhlbasketballer bei ihrem Heimspieltag nicht: Gegen den Tabellenzweiten glauben sie bestenfalls an eine Mini-Möglichkeit, gegen den Spitzenreiter an überhaupt keine. Doch es kommt völlig anders.

Neuling RSC Amberg gelang in der Regionalliga Süd ein überraschender 57:54-Erfolg gegen den Tabellenführer SB DJK Rosenheim, verpasste in der triMAX-Halle dann aber den zweiten Husarenstreich und verlor gegen den Zweitplatzierten SKV Ravensburg mit 35:56. Im Top-Spiel setzte sich Rosenheim mit 59:43 gegen Ravensburg durch und verteidigte Platz eins.

Starke Aufholjagd

Sich teuer verkaufen - vielmehr schien für die Amberger im Spiel gegen Rosenheim nicht möglich zu sein. Zunächst konzentrierten sich beide Mannschaften auf eine starke Verteidigungsarbeit, dann setzten sich die Gastgeber mit ihren Centern Sascha Turnhöfer (insgesamt 10 Körbe) und Stefan Markus (29) immer besser in Szene und führte mit drei Punkten. Doch Rosenheim erhöhte den Druck und lag zur Pause 34:25 vorne. Nun drehte das Team von RSC-Trainer Andreas Betzlbacher auf und startete eine Aufholjagd. Die Flügelspieler Christian Domeier und Christian Schafberger nahmen einen oder gleich zwei Center der Oberbayern aus dem Spiel. Zu Beginn des Schlussdrittels lag Amberg nur noch einen Punkt (43:44) hinten. Drei Minuten vor Spielende musste der erste Rosenheimer Center mit fünf Fouls vom Feld. Jetzt sah Amberg seine Chance gekommen: Stefan Markus traf eine Minute vor dem Ende per Drei-Punkte-Wurf zum Ausgleich.

Nach einem Ballverlust war nun Rosenheim gezwungen zu foulen, um Amberg an die Freiwurflinie zu zwingen und danach wieder in Ballbesitz zu kommen. Stefan Markus verwandelte den Freiwurf. Wenige Sekunden vor Schluss lagen die Gastgeber mit drei Punkten vorne. Rosenheim versuchte mit einem Drei-Punkte-Wurf die Verlängerung zu erzwingen, scheiterte aber, so dass der 57:54-Sieg der Amberger perfekt war.

Gegen den Tabellenzweiten, fand Amberg zunächst einfach nicht ins Spiel. Unter dem Korb kamen die RSC-Akteure nicht zum Abschluss und in der Verteidigung wollte es auch nicht klappen. Die Flügelspieler der Schwaben schafften es immer wieder, ihre Center in gute Wurfposition zu bringen. Amberg hielt zwar verbissen dagegen, kam besser ins Spiel und führte nach dem ersten Viertel mit 11:10. Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte sich der RSC etwas ab, schaffte es dann aber nicht mehr, unter dem Korb zum Abschluss zu kommen. Die Ravensburger drehten die Partie und führten zur Halbzeit mit 25:19.

Korb wie vernagelt

Nach der Pause kam der RSC nicht mehr richtig in Tritt, zudem schien der gegnerische Korb wie vernagelt. Das hohe Tempo in beiden Spielen forderte nun seinen Tribut - und Amberg verlor deutlich mit 35:56.
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