Ganzer Katalog voller Ideen

Der neue Vorstand des CSU-Ortsverbandes Eisberg mit (von links) Walter Sperlich, Kurt Bauer, Manfred Rauscher, Rudolf Maier, Helmut Weigl, Gertraud Neiswirth, Stefan Prüfling, stellvertretende Kreisvorsitzende Birgit Wittmann, Klaus Etzold und Florian Füger. Bild: gf

Im CSU-Ortsverband Eisberg gab es einen Wechsel an der Spitze: Manfred Rauscher löste Udo Hartmann ab, der nicht mehr kandidierte. Interessant waren auch die Vorstellungen von Baureferent Markus Kühne, mit denen er die Innenstadt aufmöbeln und die Parkprobleme lösen will.

Udo Hartmann ging in der Eisbergwirtschaft auf den Verkehr in der Eglseerstraße beim Kindergarten Christkönig und die mangelnden Sitzgelegenheiten an der Aussegnungshalle im Katharinenfriedhof ein, womit sich die Eisberg-CSU bei Ortsterminen befasst habe.

Aus dem Erlös der Eisbergkirchweih habe der Ortsverband eine neue Ruhebank für Besucher des Katharinenfriedhofs angeschafft. Kritisch sei die CSU mit den Plänen der Sparkasse umgegangen, die ihre Filiale Eglseerstraße geschlossen hat, aber das Thema Geldautomat im Eisbergviertel sei noch nicht vom Tisch. Hartmann, der seinen Wohnsitz verlegt und nun einem anderen CSU-Ortsverband angehört, kandidierte nicht mehr für den Vorsitz, ihn löste Manfred Rauscher ab.

Aus allen Nähten

Markus Kühne, Leiter des Städtischen Baureferats, holte bei der Versammlung seine Pläne aus der Schublade, wie er das Problem "Parken in Amberg" und den Verkehr in und um Amberg lösen will. Wer lange genug suche, werde sicher in einem der Parkhäuser einen freien Platz finden, nur der Parkplatz am Klinikum St. Marien platze aus allen Nähten.

Wenn Amberg nicht bald gegensteure, würden immer mehr Geschäfte schließen müssen. Den Forderungen des Einzelhandels müsse die Stadt nachkommen und zentrumsnahe Parkflächen anbieten.

Markus Kühne schlug vor, auf dem Multifunktionsplatz ein "grünes Parkhaus" zu errichten, im Erdgeschoß mit "Markthalle", Gastronomie und Nahversorger. Die Parkfläche auf der Kräuterwiese könnte mit einer weiteren Geschoßfläche von derzeit 280 Stellplätzen auf gut 500 erweitert werden.

Weiteres Parkhaus

Kein Verständnis zeigte der Baureferent für das Verhalten der Autofahrer, die bisher das Parkdeck Kräuterwiese gut angenommen hatten. Seit dort nur noch gegen Gebühr geparkt werden kann, stehe es größtenteils leer und geparkt werde in der Hollergasse und deren Seitenstraßen. Zwischen OTH und Grammer-Verwaltungsgebäude könne er sich ein weiteres Parkhaus vorstellen, meinte Kühne, und wenn dieses Parkhaus mit einem Fußweg über den Kaiser-Wilhelm-Ring an die Altstadt angebunden sei, dann werde es auch akzeptiert.

Größter Bedarf herrsche rund um das Klinikum St. Marien, aber die Kosten für eine Parkgarage nördlich des Klinikums seien viel zu hoch und dann käme noch der zunehmende Verkehr in Marienstraße und Mariahilfbergweg hinzu. Gut 1000 Stellplätze wären in einem Parkdeck zwischen Emailfabrikstraße und derzeitigem Parkhaus, zwischen Bahnlinie und Marienstraße, möglich.

Die Ampel-Kreuzung Bruno-Hofer- und Werner-von-Siemens-Straße soll durch einen Kreisverkehr ersetzt werden. Auf der Zielgeraden sei man mit der künftigen Nutzung des Forums, betonte der Referent und das werde auch das weitere Geschäftsleben in der Altstadt beflügeln. Auf dem Areal des ehemaligen Bürgerspitals, das Kühne wegen der Spitalkirche als "Hinterlage" bezeichnete, könne er sich eine gut angenommene Wohnbebauung vorstellen, aber auch einige Dienstleister. Wohnbebauung kündigte Markus Kühne am Bergsteig und auf den "Seewiesen" westlich des Drillingsfeldes an, wo etwa 50 Einfamilienhäuser geplant seien.

Kleine Restflächen

Zu Gewerbeflächen in Amberg meinte Markus Kühne, dass es gerade noch einige kleine freie Restflächen gebe. Für größere Gewerbeansiedlungen brauche Amberg das interkommunale Gewerbegebiet zusammen mit Ursensollen.

Etwa 100 Hektar könnten dort ausgewiesen werden, über die B 299 sei eine gute Anbindung an die Autobahn vorhanden. "Dieses Gewerbegebiet bringt viele neue Arbeitsplätze und sichert damit auch wieder den Zuzug neuer Bürger für Amberg."
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.