Gaßner in Sorge: Steht das Dienstleistungszentrum der Bundeswehr vor dem Aus?
Wieder Posten im Feuer

(usc/upl) Droht Amberg nach dem Abzug des Brigadestabs auch die Auflösung des Dienstleistungszentrums der Bundeswehr? Bezirksrat Richard Gaßner läutet schon mal die Alarmglocken. Beim SPD-Unterbezirksparteitag am Samstag in Oberleinsiedl sagte er, es gebe erste Anzeichen, die auf eine bevorstehende Umorganisation oder gar ein Aus dieser Einrichtung hindeuteten.

Das Dienstleistungszentrum der Bundeswehr ist in einem Altbau an der Kümmersbrucker Straße in direkter Nachbarschaft zum Polizeigebäude untergebracht. Besser bekannt ist die Einrichtung unter dem Namen Standortverwaltung. Die Dienststelle mit ihren 80 bis 90 Posten ist für das Personalwesen, die Kostenabrechnung, das Liegenschafts-Management und die Verpflegung sämtlicher Bundeswehr-Einrichtungen in der nördlichen Oberpfalz und weiter Teile Oberfrankens zuständig.

Chefposten unbesetzt

Stutzig macht Gaßner nach eigenen Worten die Tatsache, dass der Chefposten dort seit fast einem Jahr nicht besetzt ist. "Droht da eine Umorganisation mit Arbeitsplatzverlusten?", fragte er am Samstag. In Bundeswehr-Kreisen mache das Gerücht die Runde, die Zahl der Dienstleistungszentren in Bayern solle von 15 auf 10 reduziert werden. Gaßner: "Nicht dass die auf die Idee kommen, diese Einrichtung im Schlepptau des Brigadestabs in den Bayerischen Wald zu verlagern." Die Bundeswehr unterhält auch in Bogen ein Dienstleistungszentrum. Der Bezirksrat rief dazu auf, "auf allen politischen Ebenen" für den Erhalt zu kämpfen. Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl monierte, dass es noch immer keine Aussage darüber gebe, wie die Leopoldkaserne künftig genutzt werden solle. Auch die Zukunft der militärhistorischen Sammlung, die dort untergebracht ist, sei ungeklärt.
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