Gebrochene Hand und ein geknickter Flügel

Die meisten der Amberger WMF-Figuren seien noch ganz gut in Schuss, sagt Stadtheimatpflegerin Beate Wolters. Sorgen macht sie sich allerdings um ein paar Exemplare an Grabstellen, die aufgelöst werden - oder bei solchen, bei denen die Erben weggezogen sind und sie nicht mehr pflegen.

Tatsächlich gebe es "zwei Grabstellen, wo's hapert", weiß Wolters: Einer der Engel dort habe "eine zerbrochene Hand - da ist die Galvano-Schicht geknickt". Dadurch könne Wasser ins Innere eindringen und den Kern schädigen.

Ein anderer Engel hat nach Wolters Worten einen lädierten Flügel. "Da quillt das Innere richtig heraus und zerstört die Figur." In solchen Fällen müsste man eigentlich dringend etwas tun, um die Figuren zu erhalten, betont die Heimatpflegerin. Doch "das Friedhofsamt hat kein Geld dafür. Das ist schade, weil diese Figuren hätten's wirklich verdient".

Dabei könnte man sogar Finanzhilfe bekommen, wenn ein entsprechender Antrag gestellt werden würde, weil die Gräber unter Denkmalschutz stehen - nur würde das natürlich nicht ausreichen für Sicherungsmaßnahmen.

Seit 1998 gibt es die Möglichkeit, über das Friedhofsamt die Patenschaft für ein historisches Grabmal zu übernehmen. Zu den Aufgaben der Paten gehört neben der Pflege auch die Restaurierung. Im Gegenzug haben sie das Nutzungsrecht für das Grab, das Eigentum der Stadt wurde, nachdem es die Vorbesitzer aufgegeben hatten. (eik)
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