Gedämpfter Jubel

Marcus Weigandt von Bushido Amberg (oben) unterlag in der Klasse bis 66 kg Körpergewicht dem Erlanger Steffen Bullan. Bild: Ziegler

Wie erwartet gewinnt Judo-Bayernligist Bushido Amberg den Auftaktkampf gegen Aufsteiger TV Erlangen II. Doch so klar, wie es noch zur Halbzeit aussieht, ist es nicht. Der Sieg steht plötzlich auf der Kippe.

Trotz der Absagen der Stammkämpfer Friedemann Schneider, Damian Popiel, Dominik Böhmer, David Dussault, Daniel Koschemann und Justin Hofmann waren die Amberger besser besetzt als der Aufsteiger aus Erlangen. Im ersten Durchgang ging das Konzept von Daniel Käsewieter und Georg Weidner, die Trainer Rainer Druschba vertraten, auch perfekt auf.

Yannick Himmelspach gewann seinen ersten Kampf für Amberg im Boden gegen Alex Pfennig, während Marcus Weigandt gegen Steffen Bullan verlor. Vinzenz Dotzler feierte ebenfalls erfolgreich Premiere (gegen Altmeister Heiko Koch), Richard Leisering verlor gegen Konczek zum 2:2. Salim Kasabaki zeigte eine souveräne Leistung gegen Christopher Vance und siegte mit Schulterwurf vorzeitig.

Da kein zweiter Schwergewichtler zur Verfügung stand, versuchte Philipp Piesche in dieser Klasse sein Glück. Gegen Johannes Hahn ging das taktische Konzept auch beinahe auf. Piesche führte nach kurzer Zeit mit Wazari durch Schulterwurf und musste dann doch dem deutlich schwereren Gegner den Sieg überlassen. Danach holten wie erhofft Konstantin Ustinov, Georg Schneider, Magnus Chucholowski und Dominic Schmidt souveräne Siege in den Klassen bis 73 und bis 81 kg. So sah zur Halbzeit beim Stand von 7:3 alles nach einem deutlichen Auftaktsieg der Amberger aus.

Dieser Eindruck verstärkte sich noch, als auch im zweiten Durchgang Himmelspach, Dotzler und Kasabaki wieder drei Punkte aus den ersten sechs Kämpfen holten. Es stand 10:6 und nun sollten eigentlich die starken Klassen der Amberger folgen. Doch beide Kämpfe bis 81 kg gingen schnell verloren und auch Chucholowski gab seinen Kampf zur Überraschung aller ab. Somit stand es vor dem letzten Kampf nur noch 10:9 und die Spannung war förmlich greifbar.

Durch vier schnelle Strafen gegen den Erlanger wegen Hinaustretens aus der Matte war dieser Kampf aber bald zugunsten des Ambergers Dominic Schmidt entschieden. Amberg siegte 11:9. Trotzdem war der Jubel im Bushido-Lager nicht allzu groß. Zu tief war die Enttäuschung über den schwachen zweiten Durchgang. In zwei Wochen im Oberpfalzderby gegen Rötz können die Amberger dann zeigen, was wirklich in ihnen steckt.
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