"Gefährlicher Gegner"

"Kai ist momentan bockstark, darum ist das ganz bitter", sagt Trainer Timo Rost (links): Kai Hempel (rechts) muss nach fünf gelben Karten ein Spiel aussetzen. Eine Regel, die ab der Regionalliga gilt. Bild: ref

Der Drittligaabsteiger findet langsam in die Spur, der Aufsteiger aus der Bayernliga zeigt sich unbeeindruckt von großen Namen: SpVgg Unterhaching gegen FC Amberg. Und beide Trainer zeigen Respekt vor der Partie in der Regionalliga.

Das Gastspiel des FC Amberg bei der SpVgg Unterhaching am Samstag, 5. September, um 14 Uhr im Sportpark in Unterhaching dürfte ein richtig interessantes Duell werden. Die Oberbayern stehen derzeit mit acht Punkten aus sieben Spielen (die Partie gegen den FC Bayern München II wurde am vergangenen Wochenende abgesagt) auf dem 13. Tabellenplatz.

Nach einem Unentschieden gegen Ingolstadt zum Saisonstart setzte es drei Niederlagen hintereinander, davon waren allerdings zwei gegen die derzeitigen Topteams der Liga, nämlich Regensburg und Burghausen. In den letzten drei Spielen holte das Team von Trainer Claus Schromm (46) aber sieben von neun möglichen Punkten. Es scheint also aufwärts zu gehen im Münchner Vorland, wo man in der Sommerpause einen großen Umbruch mit mehr als zehn Ab- und Zugängen verkraften musste: "Nach dem kompletten Neuaufbau der Mannschaft war uns klar, dass es mit dem Punkten anfangs schwer wird. Aber wir sind zufrieden mit der Entwicklung", gibt Schromm Entwarnung. Auf dem Papier steht bei den Hachingern ein Torverhältnis, das sich minimalistisch liest: 5 Tore, 7 Gegentore.

Am treffsichersten zeigte sich da noch Alexander Piller (22), der neu von der SpVgg Greuther Fürth II kam. Dass es noch nicht öfter klingelte, liege vor allem an der fehlenden Erfahrung seines jungen Teams, so Schromm. In dieser Hinsicht hat man jetzt aber nachgebessert: Mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Maximilian Nicu landete Unterhaching im August noch einen Transfercoup, der diesen bisher fehlenden Schuss Erfahrung mitbringt. Der 32-jährige Mittelfeldspieler war unter anderem für Hertha, Freiburg und 1860 München aktiv, kickte zuletzt beim SV Elversberg in der Regionalliga Südwest. Jetzt kehrt er zurück zu dem Verein, bei dem er schon in der Jugend spielte und damals die ersten Schritte im Profifußball tat.

Trotz des prominenten Neuzugangs ist für Hachings Trainer Schromm der FC Amberg Favorit: "Wir haben sie mehrfach gesehen. Eine homogene und gefährliche Truppe, die auch unter Druck ruhig bleibt, ein gefährlicher Gegner."

So ähnlich beurteilt man auch die SpVgg Unterhaching auf der Amberger Seite. Jung, gefährlich und mit Nicu jetzt auch erfahrener, so die Kurzanalyse von Timo Rost. "Mit fünf Toren musst du erst mal acht Punkte holen. Wir werden uns dort aber sicher nicht verstecken." In Unterhaching muss Rost aber erstmals in dieser Saison auf einen Spieler wegen Gelb-Sperre verzichten: Kai Hempel hatte beim 2:2 in Augsburg die fünfte Gelbe gesehen. "Kai ist momentan bockstark, darum ist das ganz bitter. Aber wir können das mit unserem breiten Kader auffangen," beruhigt Rost. Urlaubsbedingt wird Jan Fischer fehlen, dafür kehren Sven Seitz, Andreas Graml, Benjamin Werner und Junior Torunarigha nach überstandenen Verletzungen zurück.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Graml (6), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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