Gegen einen Alptraum

Teil zwei des Derbypacks in der Eishockey-Landesliga steigt in Amberg: Die ERSC-Löwen treffen im letzten Spiel 2014 auf den amtierenden Meister EV Pegnitz. Nachweihnachtliche Geschenke auf dem Eis sind da von beiden Seiten wohl nicht zu erwarten.

Zum Hinspiel trafen sich die alten Rivalen am Freitag im Pegnitzer Freiluftstadion. Je nach dessen Verlauf kann sich die Brisanz für das Match am Sonntag, 28. Dezember (18.30 Uhr) natürlich noch etwas steigern. Es hat schon beinahe etwas Tradition, dass diese zuschauerträchtigen Derbys nach Weihnachten das Sportjahr von Löwen und IceDogs beschließen. Im Vorjahr strömten rund 1000 Zuschauer ins Eisstadion am Schanzl und sahen da einen klaren Erfolg der Oberfranken, nachdem der ERSC im Anfangsdrittel noch 1:0 geführt hatte.

Bei aller sportlichen Rivalität, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Vereinen, die sich seit fünf Jahrzehnten - mit Auszeiten - immer wieder Duelle auf dem Eis lieferten. Die Spieler kennen sich untereinander, die Verantwortlichen haben einen sehr guten und fast schon freundschaftlichen Draht zum Nachbarn und im Nachwuchsbereich gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit, liefern die Kleinstschüler von Amberg und Pegnitz als Spielgemeinschaft in dieser Saison sehr erfolgreiche Turnierergebnisse ab. Am Sonntag geht es aber vornehmlich um eines: Den Derbysieg.

Die IceDogs sind auf bestem Wege, ihren Meistertitel zu verteidigen und stehen mit dem ESC Vilshofen nach der Anzahl der abgelieferten Spiele relativ am besten da. Der ERSC will seinen Platz in der Spitzengruppe so lange wie möglich verteidigen, zumal ja in den kommenden Wochen fast ausschließlich schwere Aufgaben ins Haus stehen.

Während der Saisonvorbereitung konnte man die IceDogs mit 9:4 besiegen, allerdings fehlt diesem Ergebnis fast völlig die Aussagekraft, weil Pegnitz gerade erst ins Training eingestiegen und erheblich ersatzgeschwächt angetreten war. Daraus sollte man also keinerlei Schlüsse ziehen.

Die Gäste haben sich im Vergleich zum Vorjahr noch deutlich verstärkt, die Hauptrolle spielt aber oftmals ein altbekannter Name, vor allem wenn es gegen Amberg geht: Markus Schwindl. Der Ausnahmetorjäger der Oberfranken besitzt die Gabe, Spiele alleine entscheiden zu können, in denen er lange Zeit völlig untergetaucht schien. Für den ERSC hat er sich so in den letzten Jahren beinahe schon zum Alptraum entwickelt. Es wird wohl die Aufgabe der gesamten Amberger Mannschaft, die Kreise des Topscorers einzuengen. Vermeintlich überwiegen in der Gegenüberstellung etwas die Vorteile für Pegnitz, aber es sind oft Kleinigkeiten, die ein Spiel in eine bestimmte Richtung lenken.

Letztendlich wird wohl derjenige am Ende die Punkte einfahren, dem die wenigsten Fehler unterlaufen. Die Aufstellungen sind natürlich abhängig davon, ob es Freitag zu Ausfällen gekommen ist - was man keinem der beiden Teams wünscht.
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