Gegensätze ziehen sich an

Die Aufsichtsratsmitglieder der Grammer AG und Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller (Siebter von links) trafen sich auf Einladung von Oberbürgermeister Michael Cerny (rechts daneben) zu einem lockeren Gedankenaustausch auf der Spitzenebene des Unternehmens und der Stadtverwaltung. Bild: hfz

Grammer AG, das ist einer der Firmennamen, der Amberg auch als Industriestandort profiliert. Und meistens liegen die lokalpolitischen und regionalen Wirtschaftsinteressen näher beieinander als gedacht.

Aufeinander zugehen und das Miteinander pflegen, in Kontakt bleiben und Informationen auf direktem Wege austauschen - diese Strategie empfiehlt sich für Unternehmen ebenso wie für das gesellschaftliche Zusammenleben, zeigt sich die Spitze der Grammer AG laut einer Pressemitteilung überzeugt. Deshalb sei nun zwischen dem politischen Amberg und dem Unternehmen als einem der führenden ortsansässigen Betriebe "der Grundstein für solch einen gewinnbringenden Austausch" gelegt.

Keine Berührungsängste

Auf Einladung von Oberbürgermeister Michael Cerny, der aus seiner vorherigen Tätigkeit über genügend Stallgeruch namhafter Firmen verfügt, waren mit Hartmut Müller der Grammer-Vorstandsvorsitzende sowie Dr.-Ing. Klaus Probst, Horst Ott, Dr. Bernhard Wankerl und Lars Roder als Vertreter des Aufsichtsrates in das Amberger Rathaus gekommen. Sie trafen dort mit den Referatsleitern und Geschäftsführern der Stadtverwaltung zusammen, um sich auch persönlich kennenzulernen und aktuelle Fragen zu diskutieren.

Mit Martin Preuß und Brigitte Netta nahmen zudem beide Stellvertreter des Oberbürgermeisters an diesem Treffen teil. Der OB zeigte sich in seiner Begrüßung vor allen Dingen von der Entwicklung der heutigen Grammer AG "von einem traditionellen Handwerksbetrieb zu einem internationalen Unternehmen" angetan. Einst selbst ein Ferienarbeiter in der Firma, habe ihn schon damals die Verbundenheit der Belegschaft "mit ihrem Betrieb" stets besonders beeindruckt, gestand Cerny ein. Daneben hob der Oberbürgermeister heraus, dass Grammer "topmoderne, hochwertige Arbeitsplätze in der Stadt Amberg anbieten kann". Vor diesem Hintergrund sprach Cerny sogar von einem faszinierenden Gegensatz eines modernen Industriestandortes und einem mittelalterlichen Stadtbild Ambergs. Das gelte gleichermaßen für die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden.

Stark positioniert

Dass auch die Grammer AG zur Attraktivität Ambergs beitragen kann und möchte, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller. Er machte deutlich, dass es gerade die von vielen so skeptisch beäugten Auslandsaktivitäten seien, die dazu beitragen würden, Arbeitsplätze vor Ort auszubauen und zu sichern: "Wir haben heute die höchste Beschäftigtenzahl denn je." Natürlich bringe die internationale Ausrichtung auch Schattenseiten mit sich, indem das Unternehmen gewissen Risiken ausgesetzt sei. Müller machte jedoch deutlich, dass Grammer diesen Weg sehr erfolgreich beschritten habe und nun als "kleiner Global-Player" von den Wachstumschancen außerhalb Europas profitieren könne.
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