Gehwegsanierung in der Marienstraße umstritten
Nur das Nötigste

Als Anfang der 90er Jahre das Gelände der ehemaligen Emailfabrik Baumann in das Dienstleistungszentrum Marienstraße umgewandelt wurde, baute man nicht nur Straße und Gehwege, es wurden auch Bäume aufgestellt. Kleine Platanen, von denen heute noch 42 vorhanden sind, und die sich im Laufe der Jahrzehnte vom Bäumchen zum Baum entwickelt haben. Das übrigens auch unterirdisch.

Und das führt zu Problemen. Denn die Wurzeln wachsen nicht nur nach unten oder zur Seite, sie drücken auch noch oben, führen so zu Wölbungen im Gehsteig, die wiederum zu Gefahrenstellen werden. Eine Sanierung würde nach Aufstellung des Baureferats rund 63 000 Euro kosten. Allerdings, so deutete Referent Markus Kühne am Mittwoch in der Sitzung des Bauausschusses an, bahnt sich ja in diesem Bereich eine größere Veränderung an. Ein neues, großes Parkdeck soll entstehen, um die eklatante Parkplatznot in diesem Bereich zu beseitigen. Wäre dieses Problem aber gelöst, so Kühne, könnte man durchaus einmal daran gehen, die Marienstraße insgesamt noch einmal neu anzugehen und sie zum Beispiel mit Radwegen zu ergänzen. Das könnte dann bedeuten, dass die Platanen ohnehin ganz verschwinden müssten.

Der Ausschuss war mit der ganzen Baumsaniererei ohnehin nicht so einverstanden, weil es nach Ansicht der Stadträte im Stadtgebiet zahlreiche dringendere Stellen für ein Einschreiten gibt. Der Kompromiss: Wo die Verkehrssicherheit bedroht ist, darf und muss etwas gemacht werden. Dafür sollen auch die Mittel vorhanden sein. Allerdings bis zu einer maximalen Obergrenze von 63 000 Euro, die aber bitteschön nicht ausgeschöpft werden sollte.

So sah es übrigens auch der Haupt- und Finanzausschuss am nächsten Tag. Er genehmigte das Geld zu den gleichen Bedingungen.
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