Gelegentlich ist es das Essen. Manchmal eine Bemerkung, die als verletzend
Rund um die Uhr offenes Ohr

Bettina Rösler-Dolny (links) ist einer von drei Patientenfürsprechern, die es am Klinikum gibt. Ihre Arbeit beschreibt sie so: "Normalerweise könnte man das einfach sagen - die Patienten sind aber oft in einer emotionalen Ausnahmesituation und trauen sich dann einfach nicht." Dafür gibt es Rösler-Dolny und ihre Kollegen. Bild: hfz
empfunden wird. Aber auch unterschiedliche Auffassungen über Behandlungsmethoden gehören dazu: Wenn sich Krankenhaus-Patienten beschweren, bemühen sich die Patientenfürsprecher um Klärung.

(tk) Seit knapp zwei Jahren arbeiten Bettina Rösler-Dolny, Manfred Renner und Siegfried Scholz am Klinikum, nehmen Wünsche und Beschwerden von Patienten oder Angehörigen entgegen. Die drei Ehrenamtlichen sind dem Klinikum gegenüber laut dessen Sprecherin Stephanie Gräß nicht weisungsgebunden.

Die Anliegen, mit denen Patienten kommen, sind ganz unterschiedlich: "Manchmal geht es nur darum, dass ein Patient gerne eine größere Portion beim Essen hätte", schildert Bettina Rösler-Dolny. "Normalerweise könnte man das einfach sagen - die Patienten sind aber oft in einer emotionalen Ausnahmesituation und trauen sich dann einfach nicht." Das Wichtigste sei, immer ein offenes Ohr zu haben. "Wir kümmern uns um jedes Anliegen. Den Patienten ist dabei sehr wichtig, dass ihnen in dieser Situation jemand zuhört."

Fortbildung wichtig

Bettina Rösler-Dolny hat im vergangenen halben Jahr laut Gräß eine Qualifizierung zur Patientenfürsprecherin an der Katholischen Akademie für Berufe des Gesundheits- und Sozialwesens in Regensburg absolviert. In fünf Blöcken sei es dabei zum Beispiel um juristische Grundlagen wie bei Patientenvollmachten, um Konfliktbearbeitung oder auch um medizinische Grundlagen gegangen. "Die Qualifizierung hat mir sehr viel gebracht", wird Bettina Rösler-Dolny in der Pressemitteilung zitiert, in der auch steht: "Ich habe viel über den Umgang mit Patienten gelernt, darüber, wie man mit Beschwerden umgeht und die Patienten in ihrem Anliegen unterstützen kann." Auch künftig will Rösler-Dolny deshalb an Fortbildungen oder Forumstagen zum Austausch mit anderen Patientenfürsprechern teilnehmen.

"Unser Ziel ist es, unsere Patienten bestmöglich zu versorgen", lässt Klinikumsvorstand Manfred Wendl dazu wissen und fügt hinzu: "Um den Bedürfnissen und Wünschen unserer Patienten noch besser gerecht werden zu können, sind die Rückmeldungen durch Patienten für uns sehr wichtig. So können wir unsere Abläufe im Haus immer wieder überprüfen und, wenn nötig, optimieren."

Auch Rufbereitschaft

Seit Kurzem haben die Patientenfürsprecher am Klinikum übrigens auch Rufbereitschaften. "Jeden Monat hat ein anderer von uns Dienst", erklärt Bettina Rösler-Dolny. "Dann sind wir von Montag bis Freitag auf unserem Diensthandy unter 0151/21 24 95 23 erreichbar." Ansonsten sind die drei Patientenfürsprecher montags von 14.30 bis 16 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 11 Uhr im Klinikum erreichbar (Zimmer C027). Alle Kontaktdaten und weitere Infos finden Interessierte im Internet unter www.klinikum-amberg.de.
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