Gelingt Erneuerung?

Lieber eine verbeulte Kirche, die beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist.

"Derzeit findet in Rom die Bischofs-Synode zu Ehe und Familie statt. Für Papst Franziskus ist das auch eine Bewährungsprobe, ob nun sein Projekt, die Kirche zu erneuern gelingt oder nicht." Mit diesen Worten stieg Pfarrer und Missionstheologe Norbert Arntz aus dem Münsterland in seinen Vortrag bei der Katholischen Erwachsenenbildung ein.

Auch sein Thema war aus dem ersten programmatischen Schreiben "Die Freude am Evangelium" von Papst Franziskus entnommen: "Lieber eine verbeulte Kirche, die beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist", als ein päpstlicher Palast. Wie Franziskus das meine, habe er bei seiner Reise nach Lampedusa zu den afrikanischen Flüchtlingen gezeigt. Die Kirche solle zwar für alle da sein, sie habe aber im Auftrag Jesu eine Option zu erfüllen, eine "Option für die Armen" , wie es auch die Theologie der Befreiung genannt hat. Um dahin zu kommen, sei aber auf allen Ebenen eine offene kirchliche Diskussion zu erfüllen.

Und so rief Franziskus auch vor der gegenwärtigen Synode auf, alle Gedanken auf den Tisch zu legen und einander offen zu zuhören. Das Wehen des Heiligen Geistes gehe über die bloße Lehre und das reine Wissen hinaus.

Den Dialog suchen

In seinem Schlusswort ermutigte Arntz die Teilnehmer im Cafe Zentral und auch die KEB, immer wieder mit ihrem Glauben hinauszugehen, den Dialog zu suchen und nicht im kirchlichen Innenraum stehen zu bleiben. Er zitierte Kardinal Bergoglios Wort vor der Papstwahl: Heute klopfe Christus nicht an, um hineingelassen, sondern um hinausgelassen zu werden.
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