Gelungener italienischer Abend der Volkshochschule - Raseliushaus voll besetzt
Vergnügliche Unterhaltung mit "Amici"

Paola Iacomini, Susy Herrmann-Wolters und Carmen Biangardo (von links) sorgten zusammen mit Koch "Alfredo" Milz für einen vergnüglichen italienischen Abend der Volkshochschule. Bild: hfz
Man nehme eine gut gelaunte Organisatorin und Moderatorin, füge zwei bestens aufgelegte und höchst amüsante Referentinnen hinzu, kombiniere diese fröhliche Mischung mit einem ausgezeichneten Koch und verleihe dem Ganzen die richtige, sprich italienische Würze - fertig ist das Rezept für zwei vergnügliche Stunden.

So oder ähnlich könnte die Anleitung für das Kredenzen des italienischen Abends gelautet haben, den die Volkshochschule Amberg in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal veranstaltete. Und das mit großem Erfolg: Im Vortragssaal des Raseliushauses war kein Platz mehr frei, als Susy Herrmann-Wolters die Besucher willkommen hieß.

Die Volkshochschuldozentin und Koordinatorin der Freunde von Ambergs Partnerstadt Desenzano hatte ihre Fühler einmal mehr nach Regensburg ausgestreckt und mit den dortigen "Amici d'Italia" einen ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Abend in italienischer Sprache auf die Beine gestellt. Dabei war mit Paola Iacomini eine "alte Bekannte" nach Amberg gekommen, denn die aus Lucca in der Toscana stammende Dozentin und Übersetzerin hatte 2013 ihren Einstand gegeben.

Nach ihren damaligen, ebenfalls sehr launigen Ausführungen zu der Frage, wie man in Italien am besten "Bella Figura" machen kann, setzte sie sich diesmal mit der italienischen Küche auseinander. Wer davon ausgegangen war, unter dieser Überschrift leckere Rezepte und Kochempfehlungen zu bekommen, irrte.

Nur Werbestrategien

Paola Iacomini hatte vielmehr jede Menge Anekdoten zusammengetragen, um Geheimnisse und Lügen rund um das Kochen und Essen aufzudecken. So erfuhr man auf humorvolle Weise, wie es den deutschen Herstellern gelingt, mit Hilfe eines auf Emotionen abzielenden Marketings den Konsumenten den Eindruck von italienischer Lebensart zu vermitteln, um ihre Waren anzupreisen - und dass die Lebensmittel, die hinter diesen Werbestrategien stecken, in Italien meist so nicht gegessen werden, ja nicht einmal aus dem Land kommen.

Nur auf Platz vier

Den zweiten Part hatte Carmen Biangardo übernommen: Die aus Kampanien stammende Geschäftsinhaberin erläuterte die Bedeutungen des Gestikulierens ihrer Landsleute. Diese könnten sich auch ohne Worte und Fremdsprachenkenntnisse bestens unterhalten, was die seit fünf Jahren in Deutschland lebende Italienerin im Dialog mit ihrem Ehemann trefflich demonstrierte. Überraschenderweise fänden sich die südländischen Nachbarn auf einer Liste der Top Ten jedoch nur auf Platz vier nach Japan, den arabischen Völkern und den Südamerikanern.

Doch nicht nur die Ausführungen der beiden Referentinnen schmeckten gut an diesem Abend, auch die in der Pause dargebotenen "Stuzzichini" mundeten ausgezeichnet. Für die kleinen Gaumenfreuden, begleitet von einem Glas Wein oder einem "Aperol Sprizz", hatte erneut VHS-Koch "Alfredo" Milz zusammen mit seiner Gattin Silvia gesorgt.
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