Gemma wieda Kripp'n schau'n

Bei diesen fünf Herren ist auf dem Foto sogar noch Platz für eine Krippe (von links): Johann Dendorfer (Präsident Weltkrippenverband), OB Michael Cerny, Georg Beurer (Vizepräsident bayerischer Krippenverband), Peter Reuß (Ehrenpräsident bayerischer Krippenverband) und Bert Hirschmann, Vorsitzender der Amberger Krippenfreunde. Bilder: Steinbacher (2)

Weihnachtskrippen existieren in allen Größen, Formen und Stilen. Sie werden gerne in Vereinen gebaut und es gibt sogar einen Welt-Krippenpräsidenten. Ihre Schönheit zeigt eine Ausstellung im Stadtmuseum.

90 Jahre alt werden in diesem Jahr die Amberger Krippenfreunde. Da haben sich die Mitglieder natürlich ordentlich ins Zeug gelegt und für diesen besonderen Anlass ihre schönsten Stücke herausgesucht. Zu sehen sind diese bis zum 11. Januar im Stadtmuseum.

"Gemma Kripp'n schau'n", heißt diese ganz besondere Leistungsschau, die am Sonntag offiziell eröffnet wurde. Zu dieser Gelegenheit durfte OB Michael Cerny auch den Präsidenten des Weltkrippenverbandes, Johann Dendorfer, willkommen heißen. Der vom "Krippen-Virus" übrigens in seiner Amberger Ära erfasst worden ist, wie er freimütig bekannte. Cerny erinnerte sich in seiner Ansprache an die Zeit, als er mit seinen Eltern zur Krippe in der Bergkirche gepilgert oder sich in St. Martin die Nase an der Scheibe der dortigen Krippe plattgedrückt hat. "Träumend von wundersamen Weihnachtsgeschichten und heimlichen Wünschen, die in diesem Jahr tunlichst in Erfüllung gehen sollten."

Etwa 100 Krippen-Darstellungen sind in der Ausstellung zu sehen, wie der OB anmerkte. Dass es in Amberg aber so einen großen Bestand gebe, das sei wiederum den Krippenfreunden zu verdanken. Viele der Exponate wurden von Vereinsmitgliedern selbst gebaut, dazu kommen zahlreiche Stücke aus anderen Ländern, die sich im Besitz der Amberger Krippenliebhaber befinden.

Bert Hirschmann, der Vorsitzende der Krippenfreunde, erläuterte den Unterschied zwischen den heimatlichen Krippen, welche das Geschehen der Heiligen Nacht in das eigene regionale Umfeld legen und den eher historisierenden Krippen im orientalischen Stil.
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