Geschäftsmodell "krisenresistent"

Turnusgemäß raus aus dem Aufsichtsrat und gleich wieder hinein: Erneut einstimmig in das Gremium gewählt wurden bei der Vertreterversammlung der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg Gerhard Gradl (Dritter von links), Bernhard Schöppl und Manfred Fischer (daneben, von links). Ihnen gratulierten Aufsichtsratsvorsitzender Johann Niebler (links) sowie die Vorstände Dieter Paintner (Zweiter von links) und Andreas Reindl (rechts). Bild: Huber

Bei der Amberger Volksbank-Raiffeisenbank sprechen sie von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2014. "Unsere Ertragslage erlaubt auch wieder die Zahlung einer attraktiven Dividende", verkündete Vorstand Andreas Reindl beim Vertretertreffen im Musikomm. Es gibt genau vier Prozent.

289 818 Euro sind es insgesamt, die ausgeschüttet werden können, informierte Co-Vorstand Dieter Paintner, der von einem Bilanzgewinn in Höhe von 753 730 Euro berichtete.

Reindl hatte zuvor herausgestellt, dass sich die genossenschaftliche Bankensäule in der Finanzkrise gut behauptet und stabilisierend gewirkt habe. Der Mitglieder-, Kunden- und Einlagenzuwachs belege eindrucksvoll das Ansehen, das die VR-Bank Amberg für sich verbuchen könne.

"Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 bis heute konnten wir unsere Kundeneinlagen um sage und schreibe 175 Millionen Euro auf 590 Millionen Euro erhöhen", wurde Reindl dazu konkret. Im selben Zeitraum sei die Zahl der Mitglieder um über 1000 auf mehr als 8000 gestiegen. Reindl sieht dafür folgenden Grund: "Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein in der Realwirtschaft fundiertes und dadurch weitgehend krisenresistentes Geschäftsmodell, wir erzielen aktuell stabile Ergebnisse und genießen gesellschaftliche Anerkennung."

Wieder Platz eins

2014 hat die VR-Bank ihre Bilanzsumme um 30,9 auf 717,7 Millionen Euro gesteigert. Das betreute Kundenvolumen nahm um 65 Millionen Euro auf 1,305 Milliarden zu. Maßgeblich zu der Entwicklung beigetragen hätten die fast 180 Mitarbeiter. Das Ergebnis des 7. Amberger Kundenspiegels - mit großem Abstand Platz eins - unterstreiche dies deutlich. "Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Mannschaft", sagte Reindl. Wenn man sechs von sieben Kundenspiegeln gewinne, müsse man vom Rekordmeister sprechen. Die international bekannte Agentur Standard & Poor's habe den genossenschaftlichen Finanzverbund und damit auch die VR-Bank Amberg mit dem "hervorragenden Rating-Ergebnis AA-" bewertet.

Ein "glänzendes Jahr" attestierte Reindl der Immobilienabteilung. Sie habe 35 Objekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Millionen Euro vermittelt. "Es war damit das umsatzstärkste und erfolgreichste Jahr seit Bestehen", lobte der Vorstand. Die Nachfrage sei wegen der weiterhin niedrigen Zinsen ungebrochen hoch - "Tendenz steigend". Großer Beliebtheit erfreuten sich zum Beispiel Studentenappartements in Ballungszentren.

Lagerhaus gut dabei

Auch zur Warentochter, der Raiffeisen-Lagerhaus Amberg-Sulzbach GmbH, sagte Reindl ein paar Worte. Sie bewähre sich in einem wettbewerbsintensiven Markt mit überregional agierenden Konkurrenten und habe im vergangenen Jahr wieder über 32 Millionen Euro umgesetzt. Damit gehöre man zu den neun umsatzstärksten Lagerhäusern in ganz Bayern, in der Oberpfalz bedeute dies Platz zwei.

In seiner Prognose für die VR-Bank ging Andreas Reindl für 2015 und 2016 von einem moderaten Wachstum des bilanziellen Kundengeschäfts aus. Summa summarum erwartet er ein im Vergleich zu 2014 rückläufiges Betriebsergebnis.
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