Gewinnen, warten und hoffen

Aus eigener Kraft können die Handballer der HG Amberg die Oberliga nicht halten, sie sind auf Schützenhilfe angewiesen. Bei einer Niederlage gegen Buckenhofen ist alles entschieden.

Nimmt die so verkorkste Saison 2014/15 doch noch ein gutes Ende für die Bezirksoberliga-Handballer der HG Amberg? Ein Heimsieg am Samstag, 18. April, im Kellerderby - zur ungewohnten Anwurfzeit um 18 Uhr, da alle Partien am letzten Spieltag zeitgleich angepfiffen werden - ist dafür zwingende Voraussetzung.

Doch das ist nur die halbe Miete, denn für den Klassenerhalt und das Happy End sind sie auf Schützenhilfe des HC Erlangen III und der SG Regensburg angewiesen: Denn nur wenn diese beiden Teams die Landesliga halten, steigt der Tabellenzehnte aus der Oberliga nicht ab - die Entscheidung fällt hier erst am letzten Landesliga-Spieltag am 25. April.

Rang zehn können die Amberger mit einem Erfolg gegen Buckenhofen verteidigen, da sie den direkten Vergleich gegen den TV Altdorf gewonnen haben. Möglich gemacht hat dies der sensationelle 38:28-Auswärtssieg der HG bei der TS Herzogenaurach am vergangenen Sonntag. Im Hinspiel in Buckenhofen ließen die Amberger zwei wichtige Punkte für den Ligaverbleib liegen.

Doch dieses Spiel ist bereits in den Büchern und für einen wehmütigen Blick zurück bleibt in der Sommerpause genügend Zeit: Der Fokus darf nur auf den Oberfranken liegen, die ebenfalls alles daran setzen werden, noch auf Rang zehn zu landen. Die Mannen aus dem Forchheimer Stadtteil müssen in den entscheidenden Wochen auf ihren erkrankten Trainer Sigi Bauer verzichten und sind durch die Heimniederlage gegen Nabburg/Schwarzenfeld auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Dort sollen die "Buckis" aus HG-Sicht auch bleiben, doch das wird nicht einfach: Die Oberfranken sind kampfstark und haben in Christoph Mach, der gegen die HSG am vergangenen Sonntag 16 Treffer erzielte, einen sehr gefährlichen Angreifer in ihren Reihen.

Amberg muss hingegen auf seine beiden besten Torschützen aus dem Herzogenaurach-Spiel verzichten, da Jonas Rohrbach und Bastian Schaller die Qualifikation zur Handball-Bayernliga mit der JSG Amberg/Sulzbach in Herrsching bestreiten. Dies können die Hausherren nur im Verbund kompensieren und helfen soll dabei einer, der am Samstag zum letzten Mal ins HG-Trikot schlüpft: Jörg Schloder. Der 33-Jährige Allrounder, der in den vergangenen elf Jahren in Amberg alle Positionen außer Torwart bekleidet hat, steht in der kommenden Spielzeit aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Deswegen hofft die HG umso mehr, dem verdienten Akteur mit einem Heimsieg einen würdigen Abschied bereiten zu können. Angesichts der Brisanz der Begegnung und der personellen Lage - für den verletzten Torhüter Stefan Beyer rückt wieder Benni Krieg in den Kader - sind auch die Fans auf der Tribüne der GMG-Dreifachturnhalle gefordert, mit ihrer Unterstützung den achten Mann aufs Spielfeld zu schicken. HG-Trainer Roland Schmid gibt die Devise vor: "Egal was passiert, wichtig ist es, als Team aufzutreten und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen! Wenn das gelingt, dann bleibt die kleine, aber realistische Chance auf weitere Stunden in der Bezirksoberliga weiter bestehen."

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Krieg. Feld: Hirsch, Schloder, Wagner, Strasser, Gschrei, Kührlings, Streber, Ringeisen, Lulla, Sammet, Andersch, Turner.
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